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NAS-Netzwerkspeicher für den Heimgebrauch

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NAS-Netzwerkspeicher für Heimgebrauch
Optisch nicht sonderlich aufregend: Aber ein NAS wie dieser kann wieder Ordnung in den heimischen Datendschungel bringen. (Bild: Buffalo/dpa/tmn)

am 01.12.2009 | Von Philipp Laage, dpa

Hannover/Düsseldorf (dpa/tmn) - Viele Haushalte besitzen heute längst nicht mehr nur einen einzigen PC. Hinzu kommt, dass immer mehr Daten ihren Weg auf mobile Endgeräte wie Netbooks und Smartphones finden.

Das bringt ein Problem mit sich: Fotos, Musikstücke, Videos und andere Dateien sind meistens nicht am gleichen Ort gespeichert. Und mancher Anwender ist das ewige Kopieren und Übertragen von Daten mit Hilfe externer Festplatten oder USB-Sticks leid. Eine Lösung sind NAS-Netzwerkspeicher. Sie sind auch für Heimanwender erschwinglich und schnell konfiguriert.

Beim Network Attached Storage (NAS) handelt es sich um einen Festplattenspeicher, der ans Netzwerk angeschlossen ist, erklärt Johannes Endres von der Computerzeitschrift «c't». Der NAS ist damit nicht wie eine USB-Festplatte einem einzelnen PC zugeordnet, sondern für alle Rechner im Netzwerk gleichzeitig nutzbar. «Wer mehrere Rechner betreibt, hat heutzutage eigentlich immer schon einen Router. An den schließt er einfach das NAS mit an und muss keine USB-Geräte mehr herumschleppen.»

Der Bedarf an NAS-Lösungen wächst: «Die immer intensivere Nutzung und Erstellung digitaler Medien und Inhalte haben den Speicherplatzbedarf im Heimbereich regelrecht explodieren lassen», sagt Andreas Arndt vom Hersteller Buffalo Technology in Düsseldorf. NAS-Geräte gibt es mit und ohne eingebaute Festplatte. Die meisten Heimanwender greifen Endres zufolge zur integrierten Lösung.

Die Konfiguration eines NAS, etwa das Festlegen eines Zugangspasswortes, ist meist relativ unkompliziert - sie erfolgt in der Regel mit Hilfe eines Browsers über das Heimnetzwerk. In der Regel gehört zum Lieferumfang auch ein Hilfsprogramm für die NAS-Einrichtung: «Bei allen von uns getesteten NAS-Geräten nimmt ein leicht verständlicher Installations-Assistent technische Laien an die Hand», sagt Michael Schmelzle von der Computerzeitschrift «PC-Welt».

Um die auf dem NAS gespeicherten Daten gegen einen Totalverlust zu schützen, ist es sinnvoll, im Netzwerkspeicher zwei oder noch mehr Festplatten zu verwenden. So lassen sich Daten zur Sicherheit doppelt speichern - diese von NAS üblicherweise unterstützte Funktion wird RAID genannt. Es gibt verschiedene RAID-Varianten: «Nahezu zu 100 Prozent zuverlässig sind Raid-1-Systeme, die den Datenbestand auf mindestens zwei Festplatten spiegeln», erläutert Schmelzle.

Steckt im NAS nur eine Festplatte, sollten die darauf gespeicherten Daten durch ein Backup gesichert werden, empfiehlt Endres. Dazu benutzten Anwender entweder eine externe Festplatte oder ziehen die Daten auf einen der PCs, sofern dort genügend Platz ist. Alles in allem ist ein NAS-Speicher laut Schmelzle jedoch eine gute Lösung, wenn Daten im lokalen Netzwerk zentral gespeichert und für verschiedene netzwerkfähige Geräte abrufbar gemacht werden sollen.

Infos

RAID-Systeme erhöhen die Ausfallsicherheit Mit Hilfe von RAID-Systemen werden Daten mehrfach gespeichert. So kann einem Datenverlust vorgebeugt werden, der durch den Ausfall einzelner Festplatten entstehen könnte, erklärt Johannes Endres von der Computerzeitschrift «c't». Dafür gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: RAID-1 speichert alle Daten identisch auf zwei Platten. Das hat den Nachteil, dass der doppelte Speicher verbraucht wird. Andererseits bleiben die Daten voll erhalten, wenn eine Festplatte kaputt geht. RAID-5 ist laut Endres die beste Variante. Dafür benötigt der Anwender mindestens drei Festplatten. Der Vorteil ist, dass aus dem Inhalt von zwei Platten der Inhalt der dritten Platte rekonstruiert werden kann. Das erhöht die Sicherheit und verschwendet gleichzeitig nicht so viel Speicherplatz. Für den Heimanwender sei es aber sinnvoller, die Daten zusätzlich extern zu speichern. Denn wenn nicht die integrierte Festplatte, sondern ein anderes Teil des NAS defekt ist, komme der Nutzer nur schwer wieder an seine Daten.
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