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Windows 7 macht's möglich: All-in-One-PCs mit Touchfunktion

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All-in-One-PCs
Angriff der Komplett-PCs: Bei All-in-One-PCs steckt die gesamte Rechnertechnik im Displaygehäuse. (Bild: Acer/dpa/tmn)

am 01.12.2009 | Von Sven Appel, dpa

München (dpa/tmn) - All-in-One-PCs sind Rechner, bei denen die Technik komplett im Displaygehäuse steckt. Neu ist das Konzept solcher kurz AIO genannten Rechner nicht: Verdient Apple doch mit entsprechend gestalteten iMacs schon seit Jahren gutes Geld.

Und auch AIO-Rechner mit Windows als Betriebssystem kommen immer mal wieder auf den Markt. Nun gibt es aber eine regelrechte AIO-Offensive. Was die aktuellen Modelle von Geräten früherer Generationen unterscheidet, ist ihre Touchfunktion. Die Rechner lassen sich durch Berührungen mit den Fingern direkt über das Display steuern: Browser aufrufen, Fenster öffnen und vieles mehr - alles mit den Fingern.

Welchen Vorteil bietet die Touchtechnologie? Der direkte und meist intuitive Einsatz der Finger sei in vielen Bereichen einfacher und schneller als die Arbeit mit Tastatur und Maus, sagt Dirk Neuneier, Marketing Director beim Hersteller MSI Technology. Schnelles Navigieren durch Websites etwa oder das Vergrößern und Verkleinern der Website-Ansicht würden vereinfacht. Das direkte Bedienkonzept mache den PC zudem für eine breite Zielgruppe interessant - inklusive der Generation von Anwendern, die nicht mit einem Computer aufgewachsen sind, so Neuneier.

Und warum gibt es solche Geräte erst jetzt? Mit Windows 7 ist nun ein Betriebssystem verfügbar, das von Haus aus touchfähig ist. Zu den Geräten, die davon profitieren gehört zum Beispiel der Aspire Z5610 von Acer: Das 23-Zoll-Gerät im 16:9-Format kostet ab 999 Euro. Je nach Wunsch des Kunden wird der Rechner mit Dual- oder Quad-Prozessoren und mit bis zu 8 Gigabyte (GB) DDR3-Arbeitsspeicher ausgestattet. Als Grafikkarte kommt eine ATI HD4570 mit 512 MB zum Einsatz. Auch WLAN 802.11n ist an Bord. Hinzu kommt ein integrierter Hybrid-TV Tuner.

MSI hat seinen All-in-one-PC Wind Top AE2220 Multitouch, der über eine Bildschirmdiagonale von rund 55 Zentimetern verfügt mit eingebauter Webcam versehen. Zur Ausstattung des PCs gehören ferner WLAN, eine 640 GB große Festplatte, ein DVD-Super-Multi-Laufwerk, HDMI-Eingang sowie ein 6-in-1-Kartenleser. Als Prozessor kommt ein Intel Core 2 Duo zum Einsatz, der von vier GB Arbeitsspeicher und einem ION-Grafikprozessor von Nvidia unterstützt wird. Der mit Windows 7 ausgerüstete und mit kabelloser Maus und Tastatur ausgelieferte Rechner kostet 799 Euro.

Acer und MSI sind nicht die einzigen Anbieter von All-in-One-Systemen mit Touch-Technologie. Es gibt sie beispielsweise auch von HP und Medion. «Die Geräte verfügen meist auch über eine eingebaute Webcam und ein Mikrofon. Und oft werden kabellose Eingabegeräte mitgeliefert, so dass schon mal der Kabelsalat entfällt», erklärt Andreas Kuch von der Zeitschrift «PC-Welt».

Die neuen AIO-Computer mit Touchbedienung sollten nicht pauschal mit den günstigen AIOs gleichgesetzt werden, deren Hardware häufig auf Netbook-Technik basiert. Bei Geräten bis zur 600-Euro-Grenze werden laut Kuch Netbook-Teile verwendet, die entsprechend leistungsschwach sind. Die aktuellen AIOs haben jedoch deutlich mehr Power, auch wenn bei manchen Modellen bestimmte Komponenten der Hardware eigentlich für Notebooks konzipiert wurden. Durch die Verwendung von etwas leistungsschwächeren aber auch weniger heiß werdenden Notebookprozessoren zum Beispiel lässt sich an der Kühlung und damit am Platz sparen.

Die normalen PC-Aufgaben wie E-Mails schreiben und Surfen lassen sich damit auf jeden Fall erledigen. Und auch für die Bearbeitung von Fotos und Videos in normaler Auflösung reichen diese Systeme allemal aus. «Fürs Schneiden von HD-Videos eher nicht», sagt Kuch. Von Nachteil ist auch, dass sich All-in-One-Geräte nur begrenzt um- oder aufrüsten lassen. Wie bei Notebooks, sind auch die AIOs, was die Auswahl ihrer Hardwarekomponenten betrifft, aufeinander abgestimmt, heißt es von MSI. Das System lasse sich dadurch nur bedingt nachrüsten. «Arbeitsspeicher und Festplatte lassen sich in der Regel aber einfach austauschen», erklärt Kuch.

Der Touchfunktion sind jedoch Grenzen gesetzt. Sie kann die Bedienung durch Tastatur und Maus nicht vollständig ersetzen. «Schreibt man eine längere E-Mail oder gar einen Artikel, kommt man um die Standardtastatur nicht herum», so MSI. Bis dato ist die Touchbedienung daher eher eine Ergänzung zu bisher genutzten Eingabegeräten.

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