Erster Computer der Welt wird nachgebaut

Der Zuse-Großrechner Z22 steht im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie. Der Nachbau des Z3 soll dann im Konrad-Zuse-Museum in Hünfeld. (Bild: dpa)
am 07.04.2009
Hünfeld (dpa) - Zum 100. Geburtstag des Computer-Erfinders Konrad Zuse soll im Juni kommenden Jahres der erste Computer der Welt detailliert nachgebaut werden. Das hat die osthessische Stadt Hünfeld nach Angaben vom Dienstag mit dem Sohn des Computererpioniers, Horst Zuse, vereinbart.
Der Nachbau werde einzigartig sein, hieß es. Der Z3, so der Name des Geräts, soll nach seiner Vorstellung in Hünfeld dann in Berlin vorgeführt werden. Von dort aus soll er zu Ausstellungszwecken anderen Museen und Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden. Danach soll der PC-Nachbau einen dauerhaften Platz im Konrad-Zuse-Museum im osthessischen Hünfeld bekommen.
Horst Zuse will den Computer selbst zusammenstellen. Er lege bei dem Projekt Wert darauf, dass die Rechenmaschine uneingeschränkt funktionstüchtig wird und auch im praktischen Einsatz vorgeführt werden kann. Erste Sponsoren haben laut Fennel schon Interesse bekundet, das Projekt finanziell unterstützen zu wollen.
Konrad Zuse, der am 22. Juni 1910 in Berlin geboren wurde und 1995 in Hünfeld starb, gilt als Erfinder des Computers. Er legte sein Abitur im sächsischen Hoyerswerda ab. 1941 baute Zuse den ersten funktionierenden Digitalrechner. Der Z3 - Zuse benannte die Rechner fortlaufend - war der erste funktionsfähige, programmierbare Rechner mit sogenannten binären Gleitkommazahlen und Boulescher Logik. Dies ist noch heute die grundlegende Technik in jedem Prozessor. Mit seinem «Plankalkül» entwarf er zudem die erste universelle Programmiersprache der Welt.
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