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Conficker-Wurm lädt schädliche Funktionen nach

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Conficker
Aufgepasst: Der Conficker-Wurm ist weiter aktiv. Computer-Nutzer sollten ihre Software aktuell halten und ein Anti-Virus-Programm installieren. (Bild: ZB-Funkregio Ost)

am 09.04.2009

Bonn (dpa) - Der weltweit auf Millionen Rechnern verbreitete Conficker-Wurm rüstet auf: Seit der Nacht zum Donnerstag (9.4.) schleust er über das Internet neue schädliche Funktionen auf infizierte Rechner, erklärt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Ziel der Angreifer sei es unter anderem, befallene Systeme an ein sogenanntes Botnetz anzuschließen. Dabei handelt es sich um einen Verbund von ferngesteuerten Rechnern, mit dem kriminelle Programmierer zum Beispiel Spam versenden. Die weitere Analyse der nachgeladenen Dateien laufe noch, erklärte das BSI.

Nach Angaben des BSI erhalten die aktuellen Varianten C und D die Updates. Die Dateien werden nach Angaben der Behörde nicht von einem Server im Internet heruntergeladen - der Austausch erfolge über eine sogenannte Peer-to-Peer-Funktionalität. Dabei kommunizieren die Rechner in einem Netzwerk direkt miteinander.

Der Wurm verbreitet sich nach BSI-Angaben hauptsächlich über eine Schwachstelle in Windows-Betriebssystemen. Diese ist bereits seit Oktober bekannt und von Hersteller Microsoft mit einem Sicherheits-Update geschlossen worden. Die Behörde rät, für das Betriebssystem und alle Anwendungsprogramme wie Browser, Acrobat Reader oder Flash die verfügbaren Sicherheits-Updates zu installieren. Zusätzlich solle man eine Firewall und ein Virenschutzprogramm verwenden.

Der Conficker-Wurm hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Netzwerke von Unternehmen und Großorganisationen befallen. Schätzungen zufolge sind weltweit zwischen drei und zehn Millionen Rechner infiziert. Experten hatten erwartet, dass der Schädling am 1. April aktiv werden und große Schäden verursachen würde. Ein Angriff in großem Maßstab war jedoch zunächst ausgeblieben.

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