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BerichtePlattform für Anwender und Entwickler: Apples App Store
![]() Mit wenigen Klicks zur neuen Anwendung: Auf iPhone und iPod Touch bietet eine gleichnamige Anwendung Zugriff auf den App Store. (Bild: Apple/dpa/tmn am 09.04.2009 | Von Sven Appel, dpa München (dpa/tmn) - Was Ethan Nicholas widerfahren ist, erscheint ein wenig wie ein modernes Märchen: Monatelang schlug sich der Softwareentwickler nach seinem Arbeitstag als Angestellter die Nächte um die Ohren, um iShoot zu programmieren. Mittlerweile dürfte Nicholas durch sein Artillerie-Spiel viel Geld verdient haben. Die Erfolgsstory des Programmierers ist mit der des App Store von Apple verknüpft - dort gibt es iShoot als kostenpflichtigen Download. Programme werden im Englischen auch kurz Apps genannten, was vom Wort Application für Anwendung kommt. Und im App Store werden Anwendungen für das iPhone-Handy und den Multimedia-Player iPod touch vertrieben - kostenpflichtig oder kostenlos. Dass Handy-Besitzer Software für ihr Mobiltelefon kaufen können, ist nicht neu. Klingeltöne zum Beispiel sind seit Jahren ein Verkaufsschlager. Neu ist, dass das iPhone und der iPod touch eine eigene Software besitzen, um über das Mobilfunknetz beziehungsweise WLAN auf den App Store zugreifen zu können. Das macht es für Anwender besonders einfach, Apps zu erstehen und auf ihrem Endgerät zu installieren. Der App Store ist aber auch ein neues Verkaufsmodell: Er gehört Apple, und das Unternehmen stellt die Plattform anderen Entwicklern zur Verfügung, damit sie ihre Programme iPhone-Nutzern anbieten können - zu welchem Preis, ist ihnen überlassen. Apple stellt mit dem iPhone SDK, dem Software Development Kit, auch eine Programmsammlung bereit, die Programmierer benötigen, um Software zu entwickeln. Das SDK ist zwar kostenlos - doch sobald Programme in den App Store sollen, werden 99 Dollar (Basisversion) oder 299 Dollar (Business) fällig. Außerdem behält Apple 30 Prozent der Verkaufserträge ein. Dafür müssen sich Programmierer bei diesem Vertriebssystem nicht weiter darum kümmern, wie ihre Software unter die Leute kommt. Sich bei Apple online für das Entwicklerprogramm registrieren zu lassen und das SDK herunterzuladen, bekommt jeder hin, der einen Computer bedienen kann - allerdings muss es ein Mac sein. Das SDK enthält zwar alle für die Entwicklung notwendigen Programme. Es ist aber von Vorteil, sich schon mal eingehender mit Objective-C, der Programmiersprache für Mac OS, beschäftigt zu haben. So nutzt das iPhone SDK ebenfalls Xcode - eine Entwicklungsumgebung, die auch für die Mac-Programmierung verwendet wird. Für die ersten Schritte zum App braucht es noch kein iPhone, das SDK enthält einen entsprechenden Simulator. Dieser verhält sich jedoch in manchen Situationen anders als ein echtes iPhone - abgesehen davon, dass das SDK den Beschleunigungssensor nicht simulieren kann. Das ist jener Sensor im iPhone, der Programme auf Bewegungen des Gerätes reagieren lässt. Damit wird das iPhone zum virtuellen Bierglas, weil das kühle Blonde mit den Handbewegungen des Nutzers hin- und herschwappt - auch eine Anwendung aus dem App Store. Sind die technischen Hürden genommen und die Programme geschrieben, wird die Software an Apple übermittelt. Dort wird geprüft, ob die Applikation den Anforderung des Unternehmens genügt. Diese seien jedoch einfach, erklärt Georg Albrecht, Sprecher von Apple Deutschland in München: «Zum Beispiel dürfen die entwickelten Applikationen nicht gegen die guten Sitten verstoßen.»
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