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Cursor-Lücke wird gestopft

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am 04.04.2007 | von Alfred Krüger

Microsoft hat heute damit begonnen, die Cursor-Sicherheitslücke in seinen Windows-Betriebssystemen zu stopfen. Das außerordentliche Windows-Update war nötig geworden, weil im Netz immer mehr Seiten aufgetaucht waren, die die so genannte ANI-Lücke ausnutzten. Über diese Sicherheitslücke ist es möglich, mit Hilfe manipulierter Mauszeiger-Dateien Schadprogramme in Windows-Rechner zu schleusen. Sicherheitsfirmen und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik raten dringend dazu, das Sicherheits-Update zu installieren.

Microsoft warnt Kunden
Die neuerliche Sicherheitslücke in Windows-Betriebssystemen betrifft die Betriebssystemroutine, die für die Verarbeitung von Mauszeigerdateien verantwortlich ist. Sie wurde von Sicherheitsexperten entdeckt. Auch Microsoft hatte sich mit einer Sicherheitsempfehlung an seine Kunden gewandt und ihnen geraten, Mails nur noch im Textformat und nicht mehr im HTML-Format zu öffnen. Gleichzeitig warnte der Redmonder Softwarekonzern davor, nicht vertrauenswürdige Webseiten zu besuchen.

Infektion ohne sichtbare Folgen
Damit man sich mit einem Schadprogramm infizierte, das die neue Sicherheitslücke ausnutzte, reichte es nämlich aus, manipulierte Webseiten lediglich anzusurfen oder HTML-Mails zu empfangen und anzuschauen. Der Nutzer brauchte nichts weiter zu tun, um seinen PC zu infizieren. Dass er sich ein Schadprogramm eingefangen hatte, bemerkte er in aller Regel nicht. Der Internet Explorer stürzte nicht wie sonst vielfach üblich nach der Infektion ab. Vielmehr arbeitete der Rechner auch nach der Infektion völlig normal weiter.



Trojaner im Anmarsch
Über die so genannte ANI-Lücke kann ein potenzieller Angreifer beliebige Schadprogramme in den PC des Anwenders schleusen. Sicherheitsunternehmen haben mittlerweile die ersten Schädlinge entdeckt. Es handelt sich um Trojanische Pferde, die die Aufgabe haben, weitere Schadprogramme aus dem Internet nachzuladen. Mit Hilfe dieser Schadprogramme kann es einem Angreifer möglich werden, die vollständige Kontrolle über einen Rechner zu erlangen und ihn beispielsweise einem Botnetz einzuverleiben.

Patch außerhalb der Reihe
Microsoft selbst stufte das neuerliche Sicherheitsleck als kritisch ein und handelte prompt. Anstatt auf den nächsten Patch-Day in einer Woche zu warten, wurde ein Sicherheitsflicken, der die Lücke stopfen soll, bereits vorzeitig und außerhalb der Reihe veröffentlicht. Microsoft und alle Sicherheitsunternehmen raten, diesen Sicherheitsflicken zu installieren und dadurch die gefährliche Sicherheitslücke zu stopfen.Microsoft selbst war diese Sicherheitslücke seit Dezember letzten Jahres bekannt. Ein Patch war deshalb schon programmiert und vollständig durchgetestet, erklärte der Konzern.

Firefox sicherer
Neuerliche Berichte von Sicherheitsunternehmen weisen darauf hin, dass es offenbar doch nicht ausreicht, auf einen alternativen Browser wie den Firefox zu wechseln, um nicht Opfer des ANI-Sicherheitslecks zu werden. Auch der Firefox und andere schützen prinzipiell nicht vor einem Angriff über diese Lücke. Allerdings funktionieren die bis jetzt aufgetauchten Exploits, die diese Lücke nutzen, nur mit dem Internet Explorer. Wer Firefox nutzt, ist also grundsätzlich immer noch auf der sichereren Seite.

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