Kaufen um zu verkaufen
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am 11.02.2007 | von Alfred Krüger
Mehr Umsatz – höhere Gewinne, so lautet die Bilanz des Online-Auktionshauses eBay für das letzte Quartal sowie für das ganze Jahr 2006. eBay konnte seinen Umsatz in den vergangenen drei Monaten um 29 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern. Der Gewinn des Auktionshauses stieg um satte 24 Prozent. Eine kürzlich von eBay bei TNS Infratest in Auftrag gegebene Studie zeigt, warum das Online-Auktionshaus so beliebt ist: Viele Verbraucher fassen schon beim Neukauf eines Produkts die Möglichkeit ins Auge, dieses Produkt übers Internet wieder zu verkaufen. eBay und andere Online-Auktionshäuser sind offenbar eine feste Größe bei der persönlichen Einkaufsplanung, folgt man der von eBay bezahlten Untersuchung.
eBay floriert
Das Geschäftsjahr 2006 gilt für eBay als eines der erfolgreichsten überhaupt. Bei einem Umsatz von weltweit knapp 6 Milliarden US-Dollar flossen 1,12 Milliarden Dollar in die Kassen des Auktionshauses. 2005 hatte das Unternehmen „nur“ 4,55 Milliarden Dollar umgesetzt und 1,08 Milliarden Dollar in die Unternehmenskassen stecken können. Solche Zahlen freuen die eBay-Großaktionäre, an die pro Aktie 0,25 Dollar ausgeschüttet wurden. Zahlen für die einzelnen regionalen Märkte gibt eBay traditionell nicht bekannt. eBay-Chefin Meg Whitman erklärte allerdings, dass sich die Geschäftsentwicklung sowohl in den USA als auch auf den internationalen Märkten gleichermaßen positiv entwickelt habe. eBay bewegt sich also derzeit weltweit auf Erfolgskurs.
Skype mit überdurchschnittlichem Zuwachs
Unter dem Dach von eBay versammeln sich drei unterschiedliche Geschäftsbereiche: das Internetauktionshaus, der Bezahldienst PayPal sowie der Internettelefonie-Anbieter Skype. Alle drei Abteilungen konnten zulegen – überdurchschnittlich stark vor allem Skype. Der Umsatz des VoIP-Dienstes, der Mitte Oktober letzten Jahres von eBay übernommen worden war, stieg um 164 Prozent auf 66 Millionen US-Dollar.
eBay beeinflusst Kaufverhalten
Eine von eBay beim deutschen Marktforschungsunternehmen TNS Infratest in Auftrag gegebene Studie belegt, dass die Möglichkeit, Waren online wieder verkaufen zu können, die Kaufentscheidungen vieler Verbraucher mit beeinflusst. Gemäß dem Motto „Kaufen, um zu verkaufen“ machen sich bereits heute elf Prozent der deutschen Surfer vor einer Neuanschaffung Gedanken, wann und zu welchem Preis sie das neue Produkt wieder verkaufen können. Der Wiederverkaufswert einer gebrauchten Ware beeinflusse laut Studie sogar, wie viel Geld für eine Neuanschaffung ausgegeben werde. So überlegen bereits heute 21 Prozent der befragten Surfer grundsätzlich, sich ein höherwertiges Produkt anzuschaffen, um später einen besseren Wiederverkaufswert zu erzielen.
Alte Produkte wandern zu eBay
Die Produktzyklen, also die Zeitspanne, in der neue Produktvarianten ältere Produkte ersetzen, werden immer kürzer. TNS Infratest hat deshalb auch nach den Produktgruppen gefragt, in denen häufig Ersatzanschaffungen fällig werden. 67 Prozent der Befragten nannten Kleidung, Schuhe und Accessoires sowie CDs, DVDs und Bücher als wichtigste Produktgruppe. Mit 46 Prozent belegen Computer und Computerzubehör Rang zwei, gefolgt von Sportartikeln und Spielwaren mit 43 Prozent sowie Unterhaltungselektronik mit 42 Prozent. Werden hier neue Produkte angeschafft, wandern die alten meist zu eBay. Das Internetauktionshaus erreicht derzeit rund 53,9 Prozent aller deutschen Internetnutzer. eBay-Kunden verbringen im Durchschnitt 17 Prozent ihrer Online-Zeit auf den Webseiten des Internetauktionshauses.
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