Firefox Sieger nach Punkten
Firefox Sieger nach Punkten
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am 04.01.2007 | von Alfred Krüger
Das Gerangel zwischen dem Internet Explorer aus dem Haus Microsoft und dem alternativen Browser Firefox um Marktanteile geht in die nächste Runde. Beinahe zeitgleich wurden die beiden neuen Browserversionen vor rund zwei Monaten auf den Markt geworfen. Jetzt zeigen sich erste Markttendenzen. Danach gelingt es Firefox, dem Internet Explorer weiterhin Marktanteile abzunehmen. Laut Internetstatistikfirma NetApplications rutscht der Marktanteil aller Versionen des Internet Explorers erstmalig unter 80 Prozent – ein Etappensieg für die Firefox-Mannschaft.
IE 7.0 setzt sich rasch durch
Die 7er-Version des Internet Explorers setzt sich wie erwartet derzeit rasch auf den Rechnern der Windows-Nutzer durch. Kein Wunder: Microsoft beglückt seine Kunden derzeit mit einem hartnäckigen Zwangsupdate, dem sich auf kurz oder lang kaum ein Nutzer entziehen kann, zumal der neue Internet Explorer gegenüber seinen Vorgängern deutlich zeitgemäßer und zudem sicherer arbeitet. Laut Internetstatistikfirma NetApplications setzen derzeit weltweit bereits rund 18 Prozent aller Windows-Nutzer auf den modernisierten Redmonder Hausbrowser. Damit konnte der IE 7 innerhalb eines Monats rund zehn Prozent Marktanteile hinzugewinnen.
IE verliert
Insgesamt gerät Microsoft mit seinem Surfprogramm jedoch weiter ins Hintertreffen. Im Dezember letzten Jahres wollten rund ein Prozent weniger Windows-Kunden mit einer Version des Internet Explorers auf Netzreise gehen. Die Gewinne des IE 7 gehen also voll und ganz zu Lasten der Vorgängerversion 6.0.
Firefox legt zu
Gewinner ist wie in den vergangenen Monaten der Open-Spource-Browser Firefox. Er legte im Dezember um einen halben Prozentpunkt zu und erreicht weltweit derzeit rund 14 Prozent aller Surfer. Der Großteil der Firefox-Nutzer hat sich allerdings noch nicht für die neue Version 2.0 entschieden, die derzeit auf einen Marktanteil von ca. 5,2 Prozent kommt. Die Versionen der Firefox-Baureihe 1.5 erreichen einen Marktanteil von 7,5 Prozent – glaubt man den Browserzählern der US-Firma NetApplications.
Jahresbilanz 2006
Die Umschichtungen auf dem Browsermarkt werden besonders deutlich, wenn man sich die Jahresstatistik für das gesamte Jahr 2006 betrachtet. Von Januar bis Dezember 2006 verlor der Internet Explorer gut sechs Prozent, wobei sich die Verluste zum Jahresende hin – nach dem Start der Firefox-2.0-Version beschleunigten. Der Großteil der abtrünnigen Nutzer des Redmonder Internetbetrachtungsprogramms wanderte Richtung Firefox. Der alternative Browser konnte aufs ganze Jahr bezogen um rund 4,5 Prozent zulegen.
Ferner liefen…
Platz 3 der Browser-Charts wird von Apples Browser Safari belegt, der laut NetApplications einen Marktanteil von immerhin 4,2 Prozent erreicht. Alle anderen Browser von Opera über Netscape bis Mozilla bleiben unter der magischen Ein-Prozent-Marktanteilsgrenze. Opera und Netscape liegen mit rund 0,85 Prozent auf beinahe gleicher Höhe.
Marktanteile regional sehr unterschiedlich
Die Zahlen, die NetApplications liefert, sehen exakt aus, zumal sie bis in die zweite Stelle hinterm Komma genaue Marktanteile angeben. Doch diese „Genauigkeit“ darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Zahlen erstens auf den weltweiten Browsermarkt beziehen und zweitens die Marktanteile regional und von Webseite zu Webseite erheblich vom weltweiten Durchschnittswert abweichen können. Andere Webbeobachtungsfirmen haben ermittelt, dass der Firefox-Anteil in Europa sowie gerade in Deutschland besonders hoch liegt. Das entspricht auch den Beobachtungen, die große deutsche Webportale regelmäßig bei der Analyse ihrer Besucherzahlen machen.
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