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Ärger um Microsofts Office

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Ärger um Microsofts Office IT-News-World.de 5 5

am 06.12.2006 | von Alfred Krüger

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer neuen äußerst gefährlichen Schwachstelle, die im Textverarbeitungsprogramm Microsoft Word gefunden wurde. Und diese Sicherheitslücke hat es in sich: Angreifer könnten mit Hilfe eines entsprechend manipulierten Worddokuments die volle Kontrolle über einen attackierten Rechner übernehmen. Auch sonst hat Microsoft derzeit mit seinem Office-Paket Ärger. Das neue Office 2007 ist, wie jetzt bekannt wurde, für Apple-User nicht zu gebrauchen. Das angekündigte Kompatibilitätswerkzeug ist nicht fristgerecht fertig geworden.

Angreifer erlangen volle Kontrolle
Die kritische Sicherheitslücke, vor der das BSI derzeit in einem Sondernewsletter warnt, hat es tatsächlich in sich. Sie kann von einem Angreifer problemlos mit Hilfe eines entsprechend manipulierten Worddokuments ausgenutzt werden. Betroffen sind alle Wordversionen von 2000 bis 2004 sowie Word für Mac 2004. Ebenfalls gefährdet sind Nutzer, die Worddokumente mit dem Microsoft Word Viewer 2003 betrachten wollen. Um die Lücke auszunutzen reicht es aus, ein Worddokument per Email-Anhang zu verschicken oder auf einer Webseite zum Download bereitzustellen. Wird dieses Dokument geöffnet, kann der Angreifer umfassende Kontrolle über den Rechner seines Opfers erlangen.

Noch kein Patch in Sicht
Die Lücke wird Microsoft zufolge bereits ausgenutzt – allerdings noch in begrenztem Rahmen. Dennoch arbeite man bei Microsoft derzeit intensiv an einem Sicherheitsflicken, um das gefährliche Programmleck zu schließen. Microsoft rät allen Office-Anwendern, Worddateien von unbekannter Herkunft derzeit nicht zu öffnen oder abzuspeichern, bis die Redmonder Flickenabteilung einen Sicherheitspatch veröffentlicht hat. Wann das sein wird, darüber schweigt sich Microsoft noch aus.



Mac-User müssen draußen bleiben
Auch sonst hat der Redmonder Softwarekonzern bei seinem neben Windows zweitwichtigsten Umsatzbringer derzeit kein besonders gutes Händchen. So hat sich erst jetzt herausgestellt, dass Mac-Anwender mit dem neuen Office 2007, das für den Privatnutzer Anfang 2007 auf den Markt geworfen wird, nicht arbeiten können. Schuld ist das neue Dateisystem „Microsoft Office Open XML Format“, auf das Apples Betriebssysteme offenbar allergisch reagieren. Das nötige Kompatibilitätstool, das Mac-Usern zur Verfügung gestellt werden soll, ist nicht rechtzeitig fertig geworden, heißt es aus Redmond.

Konverter erst im Frühjahr
Ursache sei, dass man mit der Programmierung des Kompatibilitätstools warten musste, bis das Office-Paket selbst fertig war. Mac-User werden deshalb erst im Frühjahr nächsten Jahres in den vollen Genuss des neuen Office-Pakets aus dem Hause Microsoft kommen können – wenn alles planmäßig verläuft, was im Hause Microsoft ja erfahrungsgemäß nicht immer der Fall ist. Microsoft rät deshalb allen Mac-Usern, Office-Dokumente zunächst unter dem Format der Office-Suite 2003 und niedriger abzuspeichern. „Um die plattformübergreifende Kompatibilität von Dokumenten zu gewährleisten, sollen Mac-User ihren Freunden und Kollegen, die Office 2007 verwenden, empfehlen, Dokumente bis auf weiteres unter dem Format Word/Excel/PowerPoint 97-2003 abzuspeichern“, heißt es aus Redmond.

Novell kündigt Konverter für OpenOffice an
Mehr Glück hat Microsoft derzeit im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit dem Linux-Distributor Novell. Der kürzlich abgeschlossene Kooperationsvertrag zwischen beiden Unternehmen trägt zumindest für Microsoft nun bereits die ersten Früchte. Denn während Mac-User noch bis zum Frühjahr warten müssen, wird Novell für Anwender der freien Bürosoftware OpenOffice rechtzeitig zum Start von Office 2007 einen Konverter anbieten, der das neue MS-Dateiformat auch über OpenOffice lesbar macht – zumindest was Worddokumente anbelangt.

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