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Deutsche Unternehmen sparsam in Sachen Sicherheit

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Deutsche Unternehmen sparsam in Sachen Sicherheit IT-News-World.de 5 5

am 18.10.2006 | von Alfred Krüger

Immer mehr Unternehmen werden Opfer von Angriffen auf ihre Informationstechnologie. Effektive Sicherheitsmaßnahmen scheitern jedoch in vielen Fällen immer noch am begrenzten Budget, das für die IT-Sicherheit eingeplant und ausgegeben wird. Das ist umso erstaunlicher, als rund 73 Prozent der Unternehmen durch Störungen ihrer IT im letzten Jahr finanzielle Einbußen hinnehmen musste. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der renommierten Unternehmensberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers. In den meisten Unternehmen gelte in Sachen Sicherheit zudem noch immer das Motto „Quantität statt Qualität“. Es wird in rein technische Sicherheitslösungen investiert. Mitarbeitertraining steht hinten an.

Deutsche Unternehmen schlecht gerüstet
Nicht einmal jede zweite deutsche Firma ist laut PriceWaterhouseCoopers auf Angriffe von böswilligen Hackern und Schadprogrammen ausreichend vorbereitet. Effektive Sicherheitsmaßnahmen scheitern in 61 Prozent der deutschen Unternehmen am Geld. Danach folgen generell Personalmangel mit 41 Prozent und die fehlende Autorität der IT-Abteilungen, ihre Sicherheitsmaßnahmen auch durchzusetzen (28 Prozent der Unternehmen). Die Chefs deutscher Firmen scheinen dabei aus vergangenen Fehlern kaum etwas gelernt zu haben. „Auch wenn es Anzeichen dafür gibt, dass Informationssicherheit in den Unternehmen einen gewissen Reifegrad erreicht, so bleibt noch eine beachtliche Wegstrecke zu gehen“, zieht Kurt Glaser von PriceWaterhouseCoopers Bilanz.

Hacker und Mitarbeiter
PriceWaterhouseCoopers befragte weltweit 7.791 IT-Verantwortliche in mehr als fünfzig Ländern zum Thema IT-Sicherheit. In Deutschland nahmen 350 Unternehmen an der Befragung teil. Gefragt wurde selbstverständlich auch nach den häufigsten Ursachen für IT-Ausfälle. Die Hälfte der IT-Ausfälle wurde in deutschen Unternehmen von böswilligen Hackern verursacht. Danach folgten die eigenen (34 Prozent der IT-Ausfälle) sowie ehemalige Mitarbeiter (13 Prozent).



Schadprogramme größte Gefahrenquelle
Als größte Gefahrenquellen für die IT-Sicherheit deutscher Unternehmen erweisen sich immer noch Schadprogramme, die von Angreifern gegen die Unternehmen eingesetzt werden. 58 Prozent der IT-Störungen lassen sich darauf zurückführen. Schadprogramme, die per Email in die Unternehmen kommen, stehen immer noch an erster Stelle auf der Hitliste der Störfaktoren. Geschädigt wurden dadurch in erster Linie die Netzwerke der Unternehmen. Sie verlangsamten sich oder fielen ganz aus. In 33 Prozent der Fälle wurden Daten beschädigt oder gingen gar ganz verloren. 31 Prozent der befragten deutschen Unternehmen gaben an, dass Emailprogramme und andere Anwendungen nach einem Schadprogrammangriff ausgefallen sind.

IT-Störungen gehen ins Geld
„Der Ausfall der Informationstechnik gefährdet nicht nur den guten Ruf eines Unternehmens, sondern kostet auch viel Geld“, heißt es in der Untersuchung von PriceWaterhouseCoopers. 25 Prozent der deutschen Unternehmen gaben an, Verluste von bis zu 500.000 US-Dollar erlitten zu haben. Fast 20 Prozent aller Unternehmen erklärten, wegen der IT-Probleme Ausfallzeiten von mehr als acht Stunden erlitten zu haben. Lediglich 27 Prozent der Befragten vertraten die Meinung, ihre Firma habe keine finanziellen Schäden erlitten. Interessant ist der Anteil von 46 Prozent der Befragten, die angaben, sie wüssten nicht, ob finanzielle Schäden überhaupt entstanden seien.

Künftige Vorhaben
Die Unternehmen, die von PriceWaterhouseCoopers befragt wurden, gaben an, ihre Ausgaben für IT-Sicherheit erhöht zu haben. Das gilt für alle der weltweit befragten Unternehmen. Der Anteil der Sicherheitsausgaben am IT-Budget liegt weltweit bei 17 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent gestiegen. IT-Sicherheit bleibt auch in den nächsten Jahren auf den Todo-Listen der befragten Unternehmen an vorderster Stelle. Weltweit wollen rund 46 Prozent der Unternehmen ihre Ausgaben dafür erhöhen. In Deutschland sind es demgegenüber nur 34 Prozent.

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