Firefox legt weiter zu
Firefox legt weiter zu
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am 09.01.2006 | von Alfred Krüger
Der Open-Source-Browser Firefox macht weiter Marktanteile gut – allerdings in kleinen Schritten. Die kalifornische Netzanalysefirma Net Applications weist dem derzeitigen Hauptkonkurrenten des Internet Explorer aus dem Hause Microsoft einen aktuellen Marktanteil von weltweit 9,57 Prozent zu. Statistische Zuwächse erzielte auch der Apple-Browser Safari. Mit derzeit 3,07 Prozent Marktanteil liegt er jedoch weit abgeschlagen zurück. Browserstatistiken sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Sie sagen lediglich etwas über vorherrschende Trends auf dem Browsermarkt aus. Exakte Marktanteile lassen sich dadurch nicht ermitteln.
Knapp zehn Prozent Marktanteil
Ende November letzten Jahres war es so weit: Die endgültige Version 1.5 des Open-Source-Browsers Firefox stand zum Download bereit. Sie sollte dem Alternativbrowser weiteren Aufwind im Kampf um Marktanteile hauptsächlich mit dem übermächtigen Konkurrenzbrowser Internet Explorer bescheren. Diese Rechnung ging offenbar auf. Firefox legt weiter zu. Laut Statistik der kalifornischen Netzanalysefirma Net Applications nutzten im Dezember letzten Jahres weltweit 9,57 Prozent den Browser von der Mozilla-Foundation, gegenüber 8,84 Prozent im November. Im Vergleich zum Dezember 2004 konnte Firefox seinen Marktanteil sogar verdoppeln. Damals nutzten laut Statistik von Net Applications lediglich 4,64 Prozent den Alternativ-Browser.
IE mit immer noch erdrückender Marktstellung
Der Trend scheint eindeutig: Firefox legt in der Gunst der Websurfer weiter zu, während die Marktanteile des Internet Explorers tendenziell rückläufig sind. Einen Grund zum Jubeln gibt es für die Firefox-Protagonisten dennoch nicht. Sie können sich zwar über die hohen Downloadzahlen der 1.5-Version ihres Browsers freuen. Die Marktmacht des Internet Explorers bleibt dennoch erdrückend. Im Dezember 2004 besaß der Microsoft-Browser einen Marktanteil von 90,31 Prozent. Ein Jahr später, Ende Dezember 2005, hatte sich der dieser Marktanteil um rund 5 Prozent auf 85,05 Prozent reduziert. Das mag man als Erfolg werten – einen Erdrutsch zu Gunsten des Firefox bedeutet diese Entwicklung keineswegs. Trotz aller Berichte über Sicherheitsmängel im Redmonder Flickenbrowser trauen sich derzeit immer noch mehr als acht von zehn Internetnutzern mit dem Internet Explorer auf Surftouren durchs Netz.
IE wird wieder aufholen
Vince Vizzaccaro von Net Applications warnt deshalb davor, den Internet Explorer zu unterschätzen. Der Microsoft-Browser lasse sich nicht so einfach verdrängen, erklärte Vizzaccaro. „Längst fällige Updates werden im Jahr 2006 veröffentlicht.“ Und die Marktfreigabe des neuen Internet Explorers 7.0 werde höchstwahrscheinlich dazu führen, dass der Microsoft-Browser verlorenes Terrain wieder zurückgewinne. Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang außerdem, dass die Statistiken der verschiedenen Netzbeobachtungsfirmen stark schwanken. Insgesamt lässt sich zwar ein tendenzieller Zuwachs beim Firefox zu Lasten des Internet Explorers feststellen. Bei weltweiter Betrachtung bleiben jedoch die großen regionalen Unterschiede in der Browsernutzung unberücksichtigt. So hat sich in den letzten Monaten gerade Europa als Firefox-Hochburg erwiesen – mit Marktanteilen um die zwanzig Prozent. Die Firma Net Applications ermittelt ihre Zahlen im Übrigen durch die Beobachtung von rund 40.000 Firmenauftritten kleinerer und mittlerer Betriebe.
Ferner liefen…
Neben Internet Explorer und Firefox haben die anderen Browserfirmen derzeit kaum eine Chance. Allenfalls Apples Safari sticht noch aus der grauen Browsermasse mit einem derzeitigen Marktanteil von 3,07 Prozent hervor. Nahezu unverändert niedrig blieben demgegenüber die Anteile von Opera mit 0,55 Prozent und Netscape mit derzeit 1,24 Prozent. Für den einstigen Marktführer Netscape sieht die statistische Entwicklung besonders traurig aus. Obwohl in diesem Jahr eine neue Netscape-Version herauskam, fiel der Marktanteil von 1,98 Prozent im Januar 2005 auf 1,24 Prozent im Dezember. Eine Besserung scheint nicht in Sicht.
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