IT-News World - tägliche PC-, Internet- und IT-NewsIT-News World:   Home | Hier werben | Impressum |
 

 
 

Anzeige 
 
Startseite Aktuelles Berichte Tipps Spiele Surftipp Netzwelt News-Archiv
 
 
IT-News World » Berichte » DVDs und Co.: Privater Räumungsverkauf im Netz

Berichte

DVDs und Co.: Privater Räumungsverkauf im Netz

Bewertung:
DVDs und Co.: Privater Räumungsverkauf im Netz IT-News-World.de 5 5
CDs und Co. versilbern
Macht Mühe, bringt aber auch Geld: Gebrauchte Medien online verkaufen. (Bild: Remmers/dpa/tmn)

am 21.09.2011 | Von Thomas Schörner, dpa

Frankfurt am Main (dpa/tmn) - Die Bücher türmen sich auf dem Speicher, CDs lagern unsortiert in Kisten, und auf den DVD-Hüllen im Wohnzimmer liegt fingerdicker Staub - eindeutig Zeit zum Ausmisten. Die alten Dinge kann man gut im Internet anbieten.

Viele alte Bücher und Medien wie CDs, DVDs, Software oder Spiele sind noch längst nicht reif für die Mülltonne. Denn im Internet finden Verkäufer und Käufer zusammen. Bereits jeder fünfte Deutsche betreibt nach aktuellen Zahlen des IT-Branchenverbandes Bitkom Online-Handel.

Neben Online-Auktionshäusern nutzen die Deutschen zum Kaufen und Verkaufen auch Kleinanzeigen - sowohl in Zeitungen und Zeitschriften als auch online. Im Netz bieten zum Beispiel Portale wie eBay-Kleinanzeigen, oder ihre kostenlosen Dienste für privates Handeln an. «Der Vorteil für den Verkäufer ist, dass er beim Preis nicht unter seine Schmerzgrenze gehen muss, der Nachteil, dass er auf der Ware sitzen bleiben kann, weil keiner sie kaufen will», erklärt Sybille Wilhelm vom Wirtschaftmagazin «Der Handel».

Eine Alternative zu Auktionen oder Kleinanzeigen können Ankäufer wie , oder für gebrauchte Medien oder Dienste wie , oder Sofort-Kaufen für gebrauchte Elektronik sein. Die Ankaufsdienste bieten dem Verkäufer einen Festpreis. geht mit seinem Dienst Trade-In für Bücher eigene Wege: Der Verbraucher bekommt kein Geld, sondern Amazon-Gutscheine.

Doch wo erhält der Verkäufer den besten Preis? «Grundsätzlich bei einer Privatauktion beziehungsweise über ein Kleinanzeigenportal, mit dem Risiko, dass man das Produkt gar nicht losbekommt», betont Expertin Wilhelm. Das gelte trotz der Angebotsgebühren oder der Verkaufsprovision, die bei einer Auktion fällig werden können.

Das bestätigt auch ein Test der Zeitschrift «Computer-Bild»: Egal ob Bücher, CDs, DVDs oder Elektronikartikel - selbst bei den besten Ankaufdiensten gab es durchschnittlich nur rund halb so viel Geld wie bei Auktionen. Testsieger für Bücher wurde der Dienst Rebuy, Flip4New war der beste getestete Ankäufer für Elektronik.

Bei Kleinanzeigenmärkten oder Auktionshäusern muss sich der Verbraucher um relativ viel kümmern: Produktfotos schießen, Verfassen einer detaillierten Artikelbeschreibung und vielleicht Fragen der Interessenten beantworten. Wer dafür keine Zeit oder dazu keine Lust hat, dürfte Wilhelm zufolge Ankäufer bevorzugen: «Wenn man die gebrauchten Artikel an einen Ankaufdienst verkauft, übernimmt der in aller Regel die Abwicklung, schickt einen fertig ausgefüllten und bereits bezahlten Paketaufkleber an den Verbraucher und veranlasst unter Umständen sogar, dass das Paket von zu Hause abgeholt wird - und übernimmt auch dafür die Kosten.»

Auch Spezialisten wie der Büchermarktplatz Booklooker können einen Blick wert sein. Dieser hat sein Spektrum schrittweise auf andere digitale Medien erweitert. Das Einstellen von Angeboten ist für Privatpersonen sowie Händler kostenlos - der Artikel bleibt so lange in der Datenbank, bis sich ein Interessent findet. Als Verkäufer sollte man im Vorfeld die beim Verkaufserfolg fällige Provision einkalkulieren: 6,9 Prozent vom Verkaufspreis plus 19 Prozent Mehrwertsteuer auf diesen Betrag.

Für E-Books gibt es hingegen keinen richtigen Markt. Da der Kauf einer Buch-Datei juristisch gesehen kein Kauf ist, sondern der Erwerb einer persönlichen Lizenz, darf diese normalerweise nicht weitergegeben werden.

Bevor er etwas anbietet, sollte der Verkäufer prüfen, ob das Produkt überhaupt angeboten werden darf. «Das regelt der sogenannte Erschöpfungsgrundsatz in Paragraf 17 Urhebergesetz», erklärt Rechtsanwalt Sören Siebert aus Berlin. Relevant sei, ob der Artikel ursprünglich mit Zustimmung des Rechteinhabers auf den Markt gekommen ist. Ebenso gelte: «Illegale Raubkopien dürfen nicht verkauft werden, egal ob im Bereich Musik, Film oder Software.» Bei sogenannter OEM-Software, also Programmlizenzen, die der Hersteller zum Vertrieb mit einer bestimmten Hardware, erworben hat, sollten sich Verkäufer informieren, ob ein getrennter Verkauf möglich ist.

Bei Auktionsportalen sollten sich Privatkäufer zudem einiger Fallstricke bewusst sein. «Wer sich keinen Gewährleistungsansprüchen ausgesetzt sehen will, sollte die Gewährleistung ausschließen», rät Rechtsanwalt Thomas Bradler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Das sollte man ausdrücklich in der Angebotsbeschreibung erwähnen. Gleichzeitig riskierten regelrechte Vielverkäufer, die Schwelle zum gewerblichen Verkauf zu überschreiten. «Das Problem dabei: Die Verkäufer müssten dem Käufer dann unter anderem ein Widerrufsrecht einräumen», erklärt Bradler.

IT-News als RSS-Feed lesen

« vorheriger Artikel
DVDs und Co.: Privater Räumungsverkauf im Netz
nächster Artikel »
Eine Top-Ten für jeden Anlass

Weitere News aus Berichte

Das neue Radio - Was es bei DAB+ zu beachten gibt

24.05.2012 | Von Samuel Acker, dpa | Berlin/München (dpa/tmn) - DAB+ trägt es schon im Namen: Das neue digitale Radio soll ein Plus zum bisherigen Hörfunk bieten - in Form von Bildern, Nachrichten und Infos zu Musiktiteln oder Sendungen. Doch nicht jedes DAB-Radiogerät ist dafür gerüstet.  .  Weiter lesen ...

Kryptische Kürzel - Gerätebezeichnungen sorgen für Verwirrung

23.05.2012 | Von Tobias Hanraths, dpa | Starnberg/Berlin (dpa/tmn) - Wer ein technisches Gerät anschaffen möchte, verliert oft zuerst die Übersicht - und dann die Nerven. Denn viele Hersteller geben ihren Produkten ellenlange und unverständliche Bezeichnungen. So lassen sich die kryptischen Kürzel entziffern:  .  Weiter lesen ...

Apps und Tools für USB-Sticks: Der Mini-PC in der Hosentasche

22.05.2012 | Von Thomas Joos, dpa | Korschenbroich (dpa/tmn) - USB-Sticks sind Alltag. Doch die kleinen Wegbegleiter können nicht nur Fotos, Dokumente und Videos speichern. Wer transportable Programme, sogenannte Portable Apps auf ihnen ablegt, hat seinen Mini-PC immer dabei.  .  Weiter lesen ...

Befehle vom Telefon: Fernsteuerungs-Apps für TV & Co.

18.05.2012 | Von Tobias Hanraths, dpa | Stuttgart (dpa/tmn) - Unterwegs den Router anschalten, aus der Ferne auf die Musiksammlung zugreifen und den Fernseher vom Nebenraum aus steuern: Remote-Apps machen es möglich. Allerdings kochen viele Hersteller ihr eigenes Süppchen, Universallösungen gibt es kaum.  .  Weiter lesen ...

Sprachen pauken für den Urlaub - Neue Apps und Lernprogramme

16.05.2012 | Von Cordula Dernbach, dpa | Berlin (dpa/tmn) - «Hallo», «Tschüss», «Bitte» und «Danke»: Wer im Urlaub mehr als nur diese Sprachfetzen beherrschen will, kann fremde Begriffe und Vokabeln mit elektronischen Helfern lernen. Unter den neuen Programmen gibt es auch Angebote für Kinder.  .  Weiter lesen ...

Weitere News aus dem Bereich Berichte »

 

Tagging / Facebook will Nutzern mit der automatischen Gesichtserkennung helfen, Bekannte in Bildern wiederzufinden. (Bild: Facebook)
 
     
 

Anzeige