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Von Lisa bis iPad: Innovationen der Ära Steve Jobs

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Apple Lisa und ein Mac von 1984
Ein Blick in die Vergangenheit: Apple Lisa (l.), der erste Apple-Rechner mit grafischer Benutzeroberfläche, und rechts ein Macintosh von 1984. (Bild: dpa/tmn)

am 25.08.2011

Berlin (dpa) - Bei Apple geht eine Ära zu Ende: Der schwer kranke Firmengründer Steve Jobs ist als Konzernchef zurückgetreten. Zeit für einen historischen Überblick über seine Zeit und die wichtigsten Innovationen, die er angestoßen hat.

- 1983/84: Grafische Benutzeroberfläche für den Computer.

Lange Zeit konnte ein Rechner nur über die Befehlszeile gesteuert werden, mit der Eingabe von Zeichen auf einem dunklen Bildschirm. Nach der Gründung von Apple im Jahr 1976 bringt das junge Unternehmen den Apple II mit farbiger Grafik heraus. Der 1983 gestartete Mikrocomputer Apple Lisa führt die bis heute übliche Bedienung von Programmen mit einem Menü und in einem Fenster ein - zwei Jahre vor Windows. 1984 stellt Jobs den Apple Macintosh vor, der zum ersten kommerziell erfolgreichen Computer mit grafischer Benutzeroberfläche wird. Das Konzept hatte er vom legendären kalifornischen Forschungszentrum Xerox PARC übernommen, dessen Potenzial von den Xerox-Bossen in New York nicht erkannt wurde.

- 1986 bis 2006: Erneuerung des Zeichentrickfilms

Jobs kauft eine Abteilung der Produktionsfirma Lucasfilm und entwickelt daraus das später auf Animationsfilme spezialisierte Studio Pixar. Mit Filmen wie «Findet Nemo» (2003) setzt das von Jobs geführte Unternehmen neue Standards. Pixar wird 2006 von Disney übernommen. Jobs ist seitdem der größte Disney-Aktionär.

Pixar Studio
Ein Blick in die Vergangenheit: Apple Lisa (l.), der erste Apple-Rechner mit grafischer Benutzeroberfläche, und rechts ein Macintosh von 1984. (Bild: dpa/tmn)

- seit 1994: Entwicklung des Betriebssystems Mac OS X

Nach internen Streitigkeiten verlässt Jobs Apple 1985 und gründet das Unternehmen NeXT Computer. 1994 entwickelt NeXT zusammen mit Sun Microsystems die Software-Plattform OpenStep, später das System NextStep. Diese dienen nach der Übernahme von NeXT durch Apple (1996) als wichtige Vorarbeiten für das Betriebssystems Mac OS X. Dessen Grundlage ist das Unix-System Darwin, darüber spannt sich eine besonders eingängige Benutzerführung. In diesem Jahr stellte Jobs die neueste Version Mac OS X 10.7 «Lion» vor.

- seit 1998: Erneuerung des integrierten Computersystems

Mit dem Schreibtischcomputer iMac knüpfte Jobs 1998 - bald nach seiner Rückkehr zu Apple - an ältere Vorbilder an, die Rechner und Bildschirm in einem einzigen Gerät integrierten. In diesem Jahr wurde eine neue Version des iMacs eingeführt.

- seit 2001: Standard für tragbare Musikabspielgeräte

Mit dem 2001 vorgestellten iPod setzt Apple neue Maßstäbe für die ab 1995 eingeführten mobilen MP3-Player. Zusammen mit den später eingeführten Varianten «iPod Mini», «iPod Nano» und «iPod Shuffle» wird das Gerät in kurzer Zeit zum Marktführer.

- seit 2003: Internet-Vertrieb für Musik, Filme und Software

Der 2003 gestartete iTunes Store entwickelt sich zum führenden Online-Portal für das legale Herunterladen von Musik - später auch von Filmen, Software und anderen Inhalten. Als Erfolgsrezept erweist sich die enge Verknüpfung von iTunes mit mobilen Geräten und Computern sowie die Unterstützung auch für den Windows-PC.

- seit 2007: Pionier der Smartphone-Revolution

Mit dem Satz «Wir werden das Telefon neu erfinden» stellte Jobs 2007 das iPhone vor. Das Smartphone mit Touch-Display setzt Maßstäbe für den gesamten Markt der Hersteller von Mobiltelefonen.

- seit 2010: Erneuerung des Tablet-Computers

Das im Januar 2010 von Jobs präsentierte iPad macht die wenig erfolgreiche Gerätekategorie des Tablet-Computers mit einem Schlag zum Massengeschäft. Wie beim Smartphone bemühen sich zahlreiche weitere Hersteller, an den Erfolg anzuknüpfen, und entwickeln eigene Tablet-Computer.

Bildergalerie
Apple Lisa und ein Mac von 1984Pixar StudioMac OS X LioniTunes Store startet 2003iMac von 2002Der erste iPodErstes iPhone im Jahr 2007Apple iPhone 4iPad-Premiere im Januar 2010
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