IT-News World - tägliche PC-, Internet- und IT-NewsIT-News World:   Home | Hier werben | Impressum |
 

 
 

Anzeige 
 
Startseite Aktuelles Berichte Tipps Spiele Surftipp Netzwelt News-Archiv
 
 
IT-News World » Berichte » Kunstsammlungen Dresden: Per Mausklick ins Museum

Berichte

Kunstsammlungen Dresden: Per Mausklick ins Museum

Bewertung:
Kunstsammlungen Dresden: Per Mausklick ins Museum IT-News-World.de 0 5 3
Gemäldegalerie
Museumsbesuch im Internet: Nutzer können mit der Maus ganz nach an die Werke der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden heranzoomen. (Bild: Staatliche Kunstsammlungen Dresden)

am 04.08.2011

Dresden (dpa) - Die kaum noch besuchte virtuelle Dresden Gallery in der dreidimensionalen Online-Welt «Second Life» wird geschlossen. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bieten nun lieber selbst 3D-Panorama-Rundgänge auf ihrer Homepage an.

Die weltberühmte «Sixtinische Madonna» von Raffael, das große Serailzelt eines Sultans, die Pretiosen August des Starken oder die Dragonervasen sind nur einen Mausklick entfernt: werben seit Donnerstag (4.8.) auf der Homepage der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) für den Besuch der Gemäldegalerie Alte Meister, der Türckischen Cammer, des Historischen Grünen Gewölbes und der Porzellansammlung. Die restlichen acht Museen sollen nach und nach folgen, sagte SKD-Kommunikationschef Stephan Adam.

Damit behalte der Museumsverbund die virtuelle Präsentation und die Rechte daran in eigener Hand. «Wir sind damit unabhängig von Partnern.» Die SKD werden sich daher aus der 3D-Internetwelt «Second Life» zurückziehen, kündigte der Kaufmännische Direktor Dirk Burghardt an. Das Interesse an der darin als Dresden Gallery reproduzierten Gemäldegalerie Alte Meister habe spürbar nachgelassen. Sie wird nach vier Jahren geschlossen. «Sie hat aber viel Aufmerksamkeit für die SKD, Dresden und Sachsen gebracht», so Burghardt.

Die Gemäldegalerie Alte Meister war 2007 das weltweit einzige in der Simulationswelt mit einer originalgetreuen Kopie vertretene Museum. Mit 150 000 Besuchern aus 35 Ländern ist die Bilanz eher mager. «Es hat keiner nachgezogen», sagte Burghardt. Im Gegensatz zu «Second Life» brauchen Besucher der Rundgänge auf der SKD-Homepage nun keine eigene Figur (Avatar), um Raffaels Madonna und die Werke von Rubens, Rembrandt, Tizian oder Dürer zu sehen.

Mittels Zoom kommen sie ganz nah an einzelne Stücke sowie die historische und moderne Raumausstattung heran. «Es ist nicht Second Life, sondern Real Life», sagte Vize-Generaldirektor Dirk Syndram. Einige Objekte sind bereits mit einer Beschreibung versehen. Für die Recherche einzelner Stücke steht auch , im Internet zur Verfügung. Im Zuge des «Daphne»-Projekts sind in der Bilddatenbank zunächst 20 000 Stücke mit Fotos und Beschreibungen über ein Web-Oberfläche zugänglich. Bei «Daphne» werden laufend weitere Daten eingespeist.

Die Bestände der zwölf Museen werden seit 2008 inventarisiert und recherchiert. Zur Erfassung der 1,2 Millionen Objekte wurde die Museumsdatenbank «Daphne» entwickelt. Bisher wurden fast 300 000 Objekte aufgenommen, sagte Projektleiter Gilbert Lupfer. Wissenschaftler fahnden dabei auch nach einst jüdischem Kunstbesitz, der zwischen 1933 und 1945 entzogen wurde, nach Stücken der «Schlossbergung» 1945 sowie Werken, die von Republikflüchtlingen zu DDR-Zeiten beschlagnahmt wurden.

Im Unterschied zu Datenbanken anderer Museen gebe es bei der SKD Online Collection nicht nur eine Suchmaske, sagte Internetberater Steve Johnson. Über Raffaels Sixtina, Lehmbrucks Kniende, Canaletto-Blick, Bilder von Cranach, Caspar David Friedrich und Neo Rauch, Meissener Porzellan und Smaragdstufen-Mohr kann der User hier Kunstwerke nach Titel, Künstler, Zeittafel oder Museum recherchieren und sich persönliche Ausstellungen als Diashow kreieren.

IT-News als RSS-Feed lesen

« vorheriger Artikel
Google bietet Festnetz- und Handy-Telefonate
nächster Artikel »
Entwickler-Tools des Internet Explorer nutzen

Weitere News aus Berichte

Das neue Radio - Was es bei DAB+ zu beachten gibt

24.05.2012 | Von Samuel Acker, dpa | Berlin/München (dpa/tmn) - DAB+ trägt es schon im Namen: Das neue digitale Radio soll ein Plus zum bisherigen Hörfunk bieten - in Form von Bildern, Nachrichten und Infos zu Musiktiteln oder Sendungen. Doch nicht jedes DAB-Radiogerät ist dafür gerüstet.  .  Weiter lesen ...

Kryptische Kürzel - Gerätebezeichnungen sorgen für Verwirrung

23.05.2012 | Von Tobias Hanraths, dpa | Starnberg/Berlin (dpa/tmn) - Wer ein technisches Gerät anschaffen möchte, verliert oft zuerst die Übersicht - und dann die Nerven. Denn viele Hersteller geben ihren Produkten ellenlange und unverständliche Bezeichnungen. So lassen sich die kryptischen Kürzel entziffern:  .  Weiter lesen ...

Apps und Tools für USB-Sticks: Der Mini-PC in der Hosentasche

22.05.2012 | Von Thomas Joos, dpa | Korschenbroich (dpa/tmn) - USB-Sticks sind Alltag. Doch die kleinen Wegbegleiter können nicht nur Fotos, Dokumente und Videos speichern. Wer transportable Programme, sogenannte Portable Apps auf ihnen ablegt, hat seinen Mini-PC immer dabei.  .  Weiter lesen ...

Befehle vom Telefon: Fernsteuerungs-Apps für TV & Co.

18.05.2012 | Von Tobias Hanraths, dpa | Stuttgart (dpa/tmn) - Unterwegs den Router anschalten, aus der Ferne auf die Musiksammlung zugreifen und den Fernseher vom Nebenraum aus steuern: Remote-Apps machen es möglich. Allerdings kochen viele Hersteller ihr eigenes Süppchen, Universallösungen gibt es kaum.  .  Weiter lesen ...

Sprachen pauken für den Urlaub - Neue Apps und Lernprogramme

16.05.2012 | Von Cordula Dernbach, dpa | Berlin (dpa/tmn) - «Hallo», «Tschüss», «Bitte» und «Danke»: Wer im Urlaub mehr als nur diese Sprachfetzen beherrschen will, kann fremde Begriffe und Vokabeln mit elektronischen Helfern lernen. Unter den neuen Programmen gibt es auch Angebote für Kinder.  .  Weiter lesen ...

Weitere News aus dem Bereich Berichte »

 

Smartphone unterm Baum / Sollen Smartphone oder Tablet-PC unter dem Baum liegen, sollten diese nicht mit Vertrag gekauft werden. (Bild: Marina Leunig/dpa-infocom)
 
     
 

Anzeige