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AktuellesSmartphones vor Schadsoftware schützen
![]() Smartphone in Ketten: Nutzer müssen sich um Apps sorgen, die ungefragt Daten ausspionieren oder weitergeben. (Bild: Remmers/dpa/tmn) am 17.06.2011 Bonn/Berlin (dpa/tmn) - Was für den PC gilt, gilt auch fürs Smartphone: Nutzer sollten die Software ihres mobilen Gerätes stets auf dem aktuellen Stand halten, um Cyberangriffe abzuwehren. Die Smartphone-Software sollte immer auf dem neuesten Stand sein. «Die Updates schließen oft Sicherheitslücken», sagt Prof. Norbert Pohlmann vom Institut für Internetsicherheit an der FH Gelsenkirchen. Das gelte für das Betriebssystem wie auch für Anwendungen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt in seinem am Donnerstag (16. Juni) veröffentlichten Bericht zur Lage der IT-Sicherheit vor der zunehmenden Gefahr von Angriffen auf mobile Geräte. Gerade Apps sind ein Einfallstor für schädliche Software. Das BSI empfiehlt Nutzern daher, nur Anwendungen aus vertrauenswürdigen Quellen zu installieren, etwa dem jeweiligen Online-Marktplatz des Anbieters. Pohlmann rät außerdem zu einem kurzen Check: «Man sollte überprüfen, welche Informationen die App auslesen will.» Muss sie beispielsweise wirklich aufs Internet zugreifen? Oder auf die Kontakte im Adressbuch? Hilfreich seien auch die Kommentare anderer Nutzer im jeweiligen Online-Marktplatz. Vorsicht ist auch bei den drahtlosen Schnittstellen angebracht. Wer WLAN und Bluetooth gerade nicht benötigt, schalte die Funktionen am besten aus, rät das BSI. WLAN-Verbindungen sollten grundsätzlich mit dem als sicher geltenden WPA2-Standard verschlüsselt und mit einem komplizierten Passwort gesichert werden. Ein Risiko sieht Sicherheitsexperte Pohlmann in öffentlichen und unverschlüsselten WLAN-Netzwerken, etwa in Cafés. Ein mögliches Szenario: Angreifer könnten in der Nähe sitzen und mit ihrem Computer einen Hotspot anbieten - wer sein Smartphone dort anmeldet, gibt dem Unbekannten womöglich alle übertragenen Daten preis. «Ich sollte genau überlegen: Welches WLAN ist das?», rät Pohlmann. Im Zweifel investiere man besser etwas Geld und nutze die kostenpflichtige Verbindung eines kommerziellen Anbieters. Smartphones geraten immer stärker in den Fokus von Angreifern. Experten zufolge gilt gerade das Betriebssystem Android als gefährdet: Zum einen hat es so rasant an Marktanteilen gewonnen, dass sie für Cyberkriminelle immer attraktiver wird. Zum anderen ist es im Vergleich zu iOS-Betriebssystem von Apple sehr offen und erlaubt beispielsweise die Installation von Software, die nicht auf der Plattform Android Market angeboten wird.
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