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Berichte: Google startet Musikdienst

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Google Music soll starten
Googles Musikdienst ist offenbar startklar, obwohl die neuen Lizenzen noch nicht gekauft wurden. (Bild: dpa)

am 10.05.2011

New York (dpa) - Googles Musikdienst ist nach langer Vorbereitung fertig. Der Internet-Konzern werde das Netz-basierte Angebot am Dienstag (10. Mai) auf der Entwicklerkonferenz Google I/O vorstellen, berichteten die «New York Times» und das «Wall Street Journal».

Google startet laut US-Medienberichten seinen Musikdienst. Die Idee ist, das Nutzer ihre Musik auf Google-Server hochladen und von dort auf diverse Geräte abrufen können - zum Beispiel auf Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android. Einen ähnlichen Dienst startete bereits der Online-Händler Amazon im März. Auch Apple will Gerüchten zufolge seine iTunes-Plattform um ein Cloud-Angebot erweitern.

Genauso wie Amazon habe Google für den Dienst keine neuen Verträge mit der Musikindustrie abgeschlossen, schrieben die US-Blätter. Das käme etwas überraschend, hieß es doch im März, Google brauche länger als Amazon, weil noch die Verhandlungen mit den Plattenkonzernen liefen. Der Online-Händler war mit seinem Angebot vorgeprescht, die Musikbranche reagierte verschnupft. Sie zeigte sich überzeugt, dass für Cloud-Dienste neue Lizenzen gekauft werden müssen. Amazon verweist darauf, dass der Dienst nur so etwas wie eine virtuelle externe Festplatte in der Internet-Wolke sei.

Googles Musik-Dienst werde mehr Speicherplatz als Amazons «Cloud Drive» bieten, schrieb die «New York Times». Bei Amazon bekommen Kunden 5 Gigabyte Speicherplatz kostenlos gestellt. Wenn man sich ein MP3-Album kauft, wird die virtuelle Festplatte mit dem Namen «Cloud Drive» für ein Jahr auf 20 Gigabyte aufgestockt.

Der Google-Dienst werde zunächst nur ausgewählten Nutzern zur Verfügung stehen, hieß es. Amazons «Cloud-Player» ist bisher Kunden in Nordamerika vorbehalten. Apple stünde mit Googles Start noch stärker unter Druck, bei seinem Angebot etwas besonderes zu präsentieren. Laut einigen Medienberichten will der iPhone-Konzern ein neu gebautes großes Rechenzentrum unter anderem für den Musik-Streamingdienst einsetzen.

Von der Entwicklerkonferenz Google I/O wird auch Neues zum Computer-Betriebssystem Chrome erwartet, an dem der Internet-Konzern schon länger arbeitet. Google setzt bei seinen Diensten konsequent auf das Cloud Computing - die Bereitstellung von Software und Daten aus dem Internet.

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