Von Beruf Hacker - Mit der Lizenz zum Spionieren
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Der Übertragungsweg Bluetooth stellt ein Sicherheitsrisiko dar: Er ermöglicht Hackern einen leichten Zugang zum Handy. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)
am 09.02.2011 | Von Martina Bay, dpa
Stuttgart (dpa) - Er dringt ungestraft in fremde Computersysteme ein, er muss das sogar tun. Götz Schartner kennt die Gefahren des Cyber-Space: Er ist lizenzierter Hacker des Bundesamtes für Sicherheit.
Götz Schartner spürt die Schüler mit eingeschaltetem Handy sofort auf. Fünf hat er bei seinem Vortrag im Stuttgarter Dillmann-Gymnasium mit Hilfe einer Erkennungssoftware ausfindig machen können. Würde er weiter auf seinem Laptop suchen, dann könnte er auch herausfinden, welche Nummern die Schüler gewählt haben. «Bei einer 09005 Nummer wird es dann peinlich», sagt er in Anspielung auf die dort angebotene «Erwachsenenunterhaltung». Schartner ist ein lizenzierter Hacker, der sich mit Zustimmung von Behörden oder Unternehmen in Computersysteme einhackt und sie auf ihre Sicherheit überprüft.
Er hält aber auch Vorträge vor Schülern, Eltern oder Unternehmern und reist durch das ganze Land. Er erklärt, wie der Einzelne seine Daten im Netz oder auf dem Handy schützen kann und welche Gefahren dort lauern.
So rät der Experte beispielsweise, keine Nachrichten, Fotos oder Grafiken über MMS von unbekannten Absendern zu öffnen. Kriminelle Hacker können so die Handykosten in die Höhe treiben und daran selbst verdienen, wenn der Empfänger die Nachricht öffnet. Außerdem seien schnurlose Verbindungen wie Bluetooth ebenfalls ein Sicherheitsrisiko, denn der Übertragungsweg sei nicht sicher und ermögliche Hackern einen leichten Zugang. Schartner empfiehlt in diesem Fall, das Bluetooth auszuschalten oder unsichtbar zu machen.
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