Einkauf im Netz: Warnsignale für Fälschungen beachten
Einkauf im Netz: Warnsignale für Fälschungen beachten
IT-News-World.de
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am 30.11.2010
Würzburg (dpa/tmn) - Beim Einkaufen im Internet müssen Verbraucher aufpassen, nicht auf Produktfälschungen hereinzufallen. Ein Warnsignal für Schnäppchenjäger seien sehr günstige Preise, sagt Rechtsanwalt Clemens Kessler, der Geschädigte von Produkt- und Markenpiraterie vertritt.
Problemlose Angebote, die die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers um die Hälfte oder mehr unterschreiten, gebe es normalerweise nicht. «Bei solchen Angeboten handele es sich fast immer um eine Fälschung.» Das sei oft aber schwer zu erkennen. «Die Fälscher gehen mittlerweile sehr geschickt vor», erklärte der Experte. Selbst die Produkthersteller müssten inzwischen Testkäufe machen, um ganz sicher zu gehen.
Auch der erste Eindruck einer Internetseite tauge nicht immer, um unseriöse Händler oder Fälscher zu enttarnen: Auch Betrüger hätten heute oft optisch ansprechende und seriös wirkende Seiten. Lohnen kann sich im Zweifelsfall aber ein Blick ins Impressum des Anbieters. Dort müssen der Name des Händlers, seine Kontaktadresse und eine Telefonnummer stehen. «Im Zweifelsfall würde ich dort einfach mal anrufen, ob es die Firma auch wirklich gibt», rät Kessler. Zumindest bei Anbietern aus Deutschland kann man auch einen kostenlosen Blick ins Online-Handelsregister werfen.
Außerdem könnten Verbraucher sich oft direkt an den Hersteller wenden. Viele Luxusartikel wie zum Beispiel Parfüm oder Uhren werden nur über offizielle Händler und große Handelsketten vertrieben. In manchen Fällen gibt es eine Liste der autorisierten Händler auf der Internetseite des Herstellers. Ansonsten rät Kessler, direkt eine Mail an den Vertrieb des Herstellers zu schreiben.
Besondere Vorsicht gilt bei Anbietern aus dem Ausland - allerdings nicht, weil es dort öfter Fälschungen gibt. «Das kann man so pauschal nicht sagen», erklärte der Anwalt. «Aber bei ausländischen Anbietern haben sie oft viel größere Probleme, ihr Geld zurückzubekommen.» Zudem kämen bei Anbietern außerhalb der Europäischen Union noch Zollgebühren zu den vermeintlich günstigen Preisen dazu.
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