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Xbox 360: Bewegungssteuerung Kinect kommt

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Xbox 360: Bewegungssteuerung Kinect kommt IT-News-World.de 5 5
Kinect-Technologie
Kinect kommt: Mit vollem Körpereinsatz geht es dann mit Microsofts Xbox 360 zur Sache. (Bild: dpa)

am 09.11.2010

Berlin/München (dpa/tmn) - Microsoft bringt seine neue Bewegungssteuerung Kinect für die Spielekonsole Xbox 360 ab Mittwoch (10. November) auch in Deutschland in den Handel.

Zum Start sollen 19 Spiele verfügbar sein, die die neue Technologie nutzen und sich mit Gesten und Körperbewegungen steuern lassen. Einen Eindruck davon, was sich mit Kinect alles machen lässt, erhalten Nutzer mit «Kinect Adventures». Die Spielesammlung liegt jedem Kinect-Paket bei. Damit können die Anwender zum Beispiel durch das Weltall schweben, einen Hindernis-Parcours im Gebirge absolvieren oder sich in einem Schlauchboot in reißenden Stromschnellen bewähren.

Videospieler sollten vor dem Kauf prüfen, ob das Wohnzimmer groß genug ist. Kai Schmidt, Redakteur beim Videospiel-Magazin «Gamepro»: «Ohne einen gewissen Mindestabstand zum Bildschirm funktioniert das System nicht».

Grund: Im Gegensatz zur Wii von Nintendo oder Sonys Move-System für die Playstation wird Kinect nicht mit Controllern, sondern mit Händen, Kopf und Füßen gesteuert. Das funktioniert über eine Leiste mit Kameras, den sogenannten Sensor, der mittig unter oder über den Fernseher gestellt wird. Der Sensor muss den ganzen Körper des Spielers abtasten können - zwei Spieler müssen in mindestens 2,30 Meter Entfernung zum Gerät stehen, für einen Einzelspieler sind es immer noch 1,80 Meter. «Außerdem brauchen die Kameras ein freies Blickfeld», erklärt Schmidt. Zwischen Spieler und Fernseher mit dem Sensor darf zum Beispiel kein Couchtisch stehen.

Auch um die Spieler herum sollte genügend Platz sein. «Je nach Spiel ist die Steuerung schon sehr bewegungsintensiv», sagt Schmidt. Genau das mache auch den Reiz aus. Bei Sportspielen für Kinect wird etwa auf der Stelle gejoggt - oder die Beine werden wie beim Fußballspielen bewegt. «Da kann man im Eifer des Gefechts schon mal vor einen Stuhl treten.» Es gebe aber auch weniger bewegungsintensive Spiele wie «Kinectimals», bei dem Spieler virtuelle Tiere streicheln und kraulen.

Bei einem überschaubaren Wohnzimmer haben das Nintendo- oder Sony-System ihre Vorteile: Bei Wii oder Move ließen sich viele Spiele auch mit etwas kleineren Bewegungen steuern, sagt Schmidt.

Das Kinect-Paket besteht aus einer Xbox 360 mit vier Gigabyte Speicherplatz, einem Sensor mit 3D-Kamera und besagter Spielesammlung «Kinect Adventures» und wird für 300 Euro angeboten. Wer bereits eine Xbox-360-Konsole besitzt, erhält den Sensor mit den «Kinect Andventures» für 150 Euro.

Rechtzeitig zum Verkaufsstart haben zahlreiche Spielehersteller erste Titel fertig gestellt, die eine breite Palette verschiedener Genres abdecken. Verfügbar sind unter anderen Titel wie das Adventure «Harry Poter und die Heiligtümer des Todes» von Electronic Arts, das Tanzvideospiel «Dance Central» aus den Spieleschmieden MTV Games und Harmonix sowie «Kinectimals», eine Sammlung lernfähiger, digitaler Kuscheltiere von Frontier Developments und den Microsoft Game Studios.

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