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BerichteEinpacken und mitnehmen: Fernseher für unterwegs
![]() Auch für Autofahrten geeignet: Der tragbare Fernseher TVP 1020-035 von SEG soll auch bei Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern das DVB-T-Signal empfangen können. (Bild: SEG/dpa/tmn) am 30.09.2010 | Von Thomas Schörner, dpa München (dpa/tmn) - Um ihr Lieblingsprogramm zu sehen, müssen Fernsehfreunde heutzutage nicht mehr zuhause bleiben. Ob im Park, im Auto oder in der Bahn: Mobile Fernsehgeräte lassen sich einfach in die Tasche packen und mitnehmen. «Aufgrund der vielen möglichen Einsatzgebiete gibt es eine große Bandbreite an tragbaren Fernsehgeräten», erklärt Roland Seibt von der Zeitschrift «Video-Homevision». Ob in Handygröße oder mit integriertem DVD-Player - für jeden Bedarf gibt es Geräte. Zum Standard sollte bei allen portablen Geräten die Ausstattung mit einem DVB-T-Empfänger (Digital Video Broadcasting Terrestrial) gehören. In Ballungsräumen reicht eine kleine Stabantenne aus, um das digitale Antennenfernsehen zu empfangen. Über die Verfügbarkeit von DVB-T am jeweiligen Standort können sich Zuschauer im Internet unter «ueberallfernsehen.de» informieren. Die neueste Folge der «Simpsons» kann der Serienfreak nicht nur in der Natur schauen, sondern auch während der Autofahrt bei niedrigen Geschwindigkeiten - so lange er nicht am Steuer sitzt. Der Hersteller SEG verspricht, dass sein Modell TVP 1020-035 bei Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern DVB-T empfängt. Der Taschen-Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 3,5 Zoll (8,9 Zentimeter) ist für 130 Euro erhältlich. Die gängigen Bildschirmgrößen beginnen im Handyformat mit 2,3 Zoll und reichen meist bis 11 Zoll. Aber: «Der Trend geht zu größeren Bilddiagonalen», meint Pietro Alfé von SEG. «Größen wie 12 Zoll werden vom Kunden gewünscht.» Je größer die Bildschirme, desto unhandlicher sind die Minifernseher aber. «Geräte mit 18 oder 19 Zoll sind nicht mehr wirklich portabel», so der SEG-Sprecher. Auch die Art des Bildschirms ist bei der Kaufentscheidung relevant: «Ein wichtiger Trend sind LED-Displays», so TV-Experte Seibt. «Die Geräte werden dadurch leichter und kleiner.» Zudem wird durch den geringeren Stromverbrauch die Akkulaufzeit deutlich erhöht. Immer beliebter als zusätzlicher Kaufanreiz sind integrierte DVD-Player. Diese bieten auch Filmspaß unterwegs, wenn kein DVB-T-Signal empfangen werden kann. Im Gegenzug werden die Geräte dadurch aber größer und unhandlicher. Auch die Bildqualität wird Heimkinobesitzer nicht unbedingt überzeugen: «Bei den kleinen Geräten darf man keine Top-Qualität erwarten, die beispielsweise zum perfekten Blu-ray-Genuss nötig wäre», sagt Seibt. Auch der Sound ist oft nicht berauschend. Nach einem Test von sieben portablen Geräten mit DVD-Wiedergabe kritisierte die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift «Test» (Ausgabe 05/2010): «Die eingebauten Lautsprecher der Minifernseher werden draußen schon von normalen Umgebungsgeräuschen übertönt und klingen obendrein dünn, schrill oder unnatürlich.» Bei den meisten Geräten sei die Tonqualität mit Kopfhörern aber ordentlich. Ein weiterer Kritikpunkt des Tests ist die geringe Akkulaufzeit. Beim TV-Empfang oder der DVD-Wiedergabe laufen die meisten Geräte im Akkubetrieb nicht länger als drei Stunden. Der Kauf zusätzlicher Energiequellen mit längerer Vorhaltezeit ist meist nicht möglich. Testsieger und einziges Gerät mit der Note «gut» ist das 7-Zoll-Modell PET 745 von Philips. Produziert wird der etwa 200 Euro teure Fernseher allerdings inzwischen nicht mehr. Beim Nachfolger PD9005 ist das Display auf 9 Zoll gewachsen. Für gewisse Zielgruppen sind portable Fernsehgeräte mit DVD-Abspieler aber durchaus eine interessante Option: «Das Killerargument für kleine Kombigeräte: die Beschäftigung der Kinder», meint Seibt. Befestigt an den Auto-Kopfstützen unterhält es die Kinder während der Fahrt - und Papa kann sich auf den Verkehr konzentrieren.
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