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Blackberry-Tablet kommt erst nach Weihnachten

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Blackberry Playbook
Konkurrenz fürs iPad: Das Blackberry Playbook hat einen USB-Anschluss, zwei Kameras für Videotelefonie und kann auch die Flash-Technik darstellen. (Bild: RIM)

am 28.09.2010

San Francisco (dpa) - Der Blackberry-Hersteller RIM hat seinen ersten Tablet-Computer vorgestellt: Das Playbook ist kleiner als ein Apple iPad und dem Konkurrenten in manchen Belangen überlegen. Allerdings kommt es reichlich spät.

Der lange erwartete Tablet-Computer des Blackberry-Herstellers RIM lässt noch ein wenig auf sich warten. Das Blackberry Playbook kommt erst ab Anfang 2011 auf den Markt und damit fast ein Jahr nach dem Start des großen Konkurrenten Apple iPad, der ab April den Markt aufgemischt hatte.

Der Minicomputer mit berührungsempfindlichem Bildschirm kann im Gegensatz zum Apple-Verkaufsschlager Webseiten mit der verbreiteten Flash-Technik darstellen, verfügt über einen USB-Anschluss sowie zwei Kameras vorne und hinten für Videotelefonate.

Einen Preis nannte RIM-Co-Chef Mike Lazaridis am Dienstag (28. September) bei der Vorstellung in San Francisco nicht. Das etwa DIN A4 große iPad kostet in Deutschland in der Einstiegsvariante 499 Euro. Das Playbook ist DIN A5 groß, die Bildschirmdiagonale beträgt 7 Zoll (knapp 18 cm).

Der Neuling aus dem Hause RIM ist 400 Gramm schwer und knapp 1 cm dick. Vorerst wird es nur eine Version mit WLAN-Anbindung ans Internet geben, Mobilfunk-Varianten sollen später folgen. Marktstart in den USA ist Anfang 2011, im Rest der Welt startet die Auslieferung im zweiten Quartal.

Die wichtigsten technischen Daten waren bereits vor der Premiere durchgesickert: Beim Betriebssystem baut RIM auf der Software der kürzlich übernommenen Firma QNX auf, die das Ausführen mehrerer Programme parallel erlaubt, das sogenannte Multitasking. Das Betriebssystem, auf dem die Blackberry-Telefone laufen, wurde oft als zu langsam und fehleranfällig kritisiert. Die QNX-Software könnte die Zukunft weisen.

Blackberry ist ein Pionier der mobilen E-Mail-Nutzung und hat sich über Jahre eine starke Position vor allem bei Unternehmen und Behörden erkämpft. Weltweit gibt es gut 50 Millionen Blackberry-Nutzer. Zuletzt machte RIM jedoch die Konkurrenz durch Apples iPhone und die Android-Telefone zu schaffen.

Unter den Smartphones soll das Blackberry Torch mit berührungsempfindlichem Bildschirm und klassischer Blackberry-Tastatur die Kundschaft bei der Stange halten. Mit dem Playbook will RIM in den boomenden Tablet-Markt vorstoßen, auf dem sich neben Apple mittlerweile auch eine Reihe von Computerherstellern tummeln. In Deutschland ging das WeTab aus Berlin an den Start.

Kritisch für den Erfolg aller Geräte sind die Zusatzprogramme - die sogenannten Apps - und die Inhalte. Hier hat Apple momentan die Nase vorn. RIM stellte das Playbook deshalb nicht ohne Grund auf seiner Entwicklerkonferenz vor. Der Tablet-Computer soll gleichermaßen Geschäfts- und Privatkunden ansprechen.  

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