Äpfel für Alle: Webseite zeigt herrenlose Obstbestände
Äpfel für Alle: Webseite zeigt herrenlose Obstbestände
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Ernten am Wegesrand - auf «mundraub.org» findet man zahlreiche Orte, wo das legal möglich ist. (Bild: mundraub.org/dpa/tmn)
am 08.09.2010
Berlin (dpa/tmn) - Ob Äpfel, Kirschen oder Mirabellen: Auf der Webseite «mundraub.org» entdecken Naschkatzen wahre Schlemmerparadiese. Bevor es losgeht, hat der «Mundräuber» aber erst einmal drei Regeln zu akzeptieren.
Die Regeln lauten: Sei gut zur Natur. Nur freigegebenes Obst naschen. Und tue der Region etwas Gutes, von der Du das Obst bekommst. Das Ziel der Initiative Mundraub ist es, Obst vergessener und herrenloser Bäume und Sträucher nicht einfach vergammeln zu lassen, sondern abzuernten und gegebenenfalls weiterzuverarbeiten. Auf einer interaktiven Karte zeigt die Webseite, wo die nächste Obst-Beute an einem freigegebenen Baum wartet. Geordnet nach Sorten, klickt sich der «Mundräuber» von Salzburg bis nach Flensburg, um die besten Plätze für den «Früchteklau» zu entdecken.
Fünf junge Menschen entwickelten und betreiben die Webseite ehrenamtlich. Mitmachen darf jeder, der Obstbäume kennt, die unbedingt abgeerntet werden müssen. Sei es im eigenen Garten oder an der Landstraße im Dorf. Der Eintrag ist simpel: Zunächst wird festgehalten, welches Obst es an dem genannten Ort gibt. Dann wird am besten möglichst genau beschrieben, wo die Leckereien zu finden sind. Das kann anhand von Parkplätzen, Bänken oder anderen markanten Punkten geschehen.
Die Initiative kümmert sich um die formelle Freigabe durch den Besitzer, damit niemand aus Versehen zum Diebstahl von privatem Obst animiert wird. Danach ist der eigene Obstbaum oder Strauch auf der Seite verzeichnet. Im Blog der Seite gibt es nützliche Infos zum Thema Obst und Obstverarbeitung.
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