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Wie sich Internetnutzer vor Kriminellen schützen können

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Wie sich Internetnutzer vor Kriminellen schützen können IT-News-World.de 0 5 1

am 06.09.2010

Berlin (dpa/tmn) - Die Internet-Kriminalität ist auf dem Vormarsch. Allein beim Online-Banking rechnet das Bundeskriminalamt (BKA) in diesem Jahr mit 71 Prozent mehr Angriffen. Das BKA und der IT-Verband Bitkom gaben am Montag Tipps, wie sich Internetnutzer schützen können. Die wichtigsten im Überblick:

Jeder fünfte Internet-Nutzer in Deutschland ist dem Verband zufolge ohne einen Schutz gegen Computerviren unterwegs. Damit lädt man Online-Kriminelle auf seinen PC geradezu ein. Die wichtigste Grundregel lautet: Noch vor der ersten Internet-Verbindung muss ein Anti-Viren-Programm installiert sein - und am besten auch eine Firewall, eine Art virtuelle Schutzwand, die Angreifer draußen lässt. Die Sicherheitssoftware muss regelmäßig aktualisiert werden, denn es kommen immer neue Schadprogramme hinzu.

Öffnen Sie nur E-Mails, die von vertrauenswürdigen Absendern stammen. Schadprogramme verbergen sich oft in Grafiken oder E-Mail-Anhängen. Deswegen darf man verdächtige Dateien auf keinen Fall öffnen. Ein Risiko sind auch Internet-Links in E-Mails, denn sie können zu Webseiten mit Viren führen. Eines sollten sich Internet- Nutzer im Umgang mit E-Mails fest einprägen: Banken bitten Kunden nie, per E-Mail vertrauliche Daten einzugeben. Solche E-Mails sind immer gefälscht.

Davon ist grundsätzlich abzuraten. Wer im Internet mit Unbekannten Dateien tauscht, riskiert eine Infektion seines PCs.

Soweit möglich, sollten Internet-Nutzer nicht das gleiche Passwort für mehrere Dienste verwenden. Je länger ein Passwort, desto schwerer ist es zu knacken. Es sollte mindestens acht Zeichen lang sein und aus einer zufälligen Reihenfolge von Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen.

Beim Online-Banking sollte man die offizielle Adresse der Bank immer direkt eingeben oder über eigene Lesezeichen (Favoriten) aufrufen. Maßgeblich ist die Adresse, die die Bank in ihren offiziellen Unterlagen angibt. Für Überweisungen und andere Kundenaufträge sind Transaktionsnummern (TANs) nötig. Vorsicht, falls mehrere Transaktionsnummern auf einmal abgefragt werden: Dann sind Online-Kriminelle am Werk ­ gleich die Bank informieren.

Nutzer sollten darauf achten, welche Software oder Zusatzprogramme («Plug-Ins») sie installieren. Eine Gefahr sind Schadprogramme, die in Gratis-Downloads oder Raubkopien von dubiosen Anbietern versteckt sind. Gesundes Misstrauen hilft: Wenn Zweifel an der Seriosität bestehen, besser auf Download und Installation einer Software verzichten.

Nur gute Bekannte sollten in Foren oder Online-Netzwerken Zugriff auf Fotos oder Kontaktdaten erhalten. Je weniger von der eigenen Privatsphäre frei zugänglich ist, desto weniger Angriffsfläche wird potenziellen Betrügern und anderen unbefugten Nutzern geboten.

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