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Apples Musik-Netzwerk: Spam-Attacke auf Ping

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Spam-Attacke auf Ping
So sieht «Ping» aus: Das Musik-Netzwerk von Apple ist erst wenige Tage als, hat aber schon viele Mitglieder. Auch Spammer haben es schnell für sich entdeckt. (Bild: dpa)

am 06.09.2010

New York/Berlin (dpa) - Apples neues Musik-Netzwerk Ping war erst einige Tage alt. Schon wurde es für Spam - das heißt für unerwünschter Werbe-Botschaften - missbraucht. Sicherheitsexperten konnten die Fallen aber beseitigen.

Apple hat für sein neues Musik-Netzwerk Ping schnell eine Million Nutzer gewonnen. In den ersten zwei Tagen hätten drei Millionen Kunden die neue Version der Multimedia-Software iTunes heruntergeladen, mehr als jeder dritte von ihnen sei auch Mitglied bei Ping geworden, teilte Apple am Freitag (3. September) mit.

Auch die Spammer - Versender unerwünschter Werbe-Botschaften - haben Ping schnell für sich entdeckt. So tauchten in den Kommentaren auf Künstler-Seiten zunächst zum Beispiel Links zu angeblich kostenlosen iPhones oder iPads auf, berichtete die IT- Sicherheitsfirma Sophos. Wenig später seien die Link-Fallen verschwunden - offensichtlich lösche Apple die Einträge per Hand, vermutete Sophos-Experte Chester Wisniewski.

Mit Ping will Apple auf den Trend der Online-Netzwerke aufspringen. Nutzer können sehen, welche Musik ihre Freunde kaufen, sowie Neuigkeiten von ihren Lieblingskünstlern folgen. Konzernchef Steve Jobs betonte zum Start das Potenzial des Netzwerks, da es auf Apples Online-Store iTunes mit 160 Millionen Nutzern aufbaut. Der Konzern ist inzwischen der weltgrößte Musikhändler.

Der Einstieg von Apple in die Welt der Online-Netzwerke sorgte für Reibereien mit Marktführer Facebook. Apple hatte ursprünglich vorgehabt, die Ping-Nutzer auch ihre Facebook-Freunde finden zu lassen. Facebook habe den Zugang aber gesperrt, nachdem Verhandlungen ergebnislos geblieben seinen, berichteten die «New York Times» und das Blog «All Things Digital». Jobs sagte Journalisten demnach, Facebook habe «erdrückende Konditionen» aufgestellt.

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