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Auf gute Zusammenarbeit: Kollaborative Software

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Kollaborative Software
Nicht nur mit Google Docs lassen sich Dokumente online gemeinsam bearbeiten - auch Zoho bietet seine Dienste kostenlos und internetbasiert an. (Bild: Remmers/dpa/tmn)

am 18.08.2010 | Von Philipp Laage, dpa

Hannover (dpa/tmn) - Software-Entwickler und Freiberufler machen es vor. Über das Internet arbeiten sie an verschiedenen Orten an gemeinsamen Projekten. Sogenannte kollaborative Sofware macht es möglich. Auch für Privatanwender lohnt sich das.

Viele kennen das Szenario: Eine Datei wird per Mail herumgeschickt, damit jemand anderes daran weiterarbeitet. «Oft entstehen dann Doppelungen, und einer macht die Arbeit zweimal, die Abstimmung hakt», sagt Herbert Braun von der Computerfachzeitschrift c't aus Hannover. Abhilfe schaffen können kollaborative Office-Dienste. Sie vereinfachen Arbeitsprozesse von der Textverarbeitung bis zu Tabellenkalkulation erheblich, erklärt Braun. «Studenten haben zum Beispiel die Möglichkeit, von verschiedenen Orten gemeinsam an Hausarbeiten zu arbeiten.»

Ein kostenloser kollaborativer Onlinedienst ist zum Beispiel Google Docs. «Es war die erste bedeutende Online-Office-Anwendung, die auch für Privatnutzer angenehm zu bedienen ist», sagt Braun. Konkurrent Zoho biete einen ähnlichen Dienst in vergleichbarer Qualität an.

Mit Google Docs kann jeder Nutzer unabhängig von Zeit und Ort in flexiblen Teams zusammenarbeiten, sagt Madeleine von Mohl, Mitgründerin des Betahauses Berlin, einer offenen Bürogemeinschaft für Kreative. Gemeinsam könnten Dokumente erarbeitet und auch Kalender geführt werden. Die Erweiterung Spreadsheet eigne sich, um Onlinebefragungen oder Einladungen zu managen.

Auch Microsoft hat kürzlich eine webbasierte Office-Version eingeführt. Mit Office Web Apps können Dokumente online im Browser bearbeitet werden, erklärt Mark Perseke vom Online-Magazin «Netzwelt.de». Die Dokumente können auch für andere Nutzer freigeben werden. «Der Ansatz ist hier aber noch nicht das Zusammenarbeiten, sondern der Zugriff und die einzelne Bearbeitung von jedem beliebigen Rechner mit Internetanschluss.» Microsoft Web Apps ist für Nutzer, die bei Windows Live angemeldet sind, kostenlos.

Bei den Online- und Kollaborations-Lösungen kommt es in der Regel auch nicht zum Format-Chaos. Sie erhalten die Formatierung der Dokumente beim Export, auch wenn mehrere Nutzer von unterschiedlichen Rechnern aus daran arbeiten, sagt Herbert Braun.

Gemeinsam mit Facebook plant Microsoft einen eigenen Online-Dienst für Office: Docs.com. Dieser soll Facebook-Freunden das Erstellen, Bearbeiten und Versenden von Office-Dateien ermöglichen, erklärt Braun. Noch sei der Dienst in der Entwicklungsphase. Erst in einigen Monaten werden sich zeige, ob Docs.com ein Erfolg wird. Dies hänge ganz entscheidend von der Einfachheit der Bedienung ab.

Bei allen praktischen Vorteilen gibt es aber auch Argumente gegen Online-Dienste: Die Daten, an denen die Nutzer arbeiten, werden auf fremden Servern abgelegt und können dort theoretisch ausgelesen werden. «Das ist natürlich ein Riesennachteil - denn der Nutzer muss dann darauf vertrauen, dass der Server sicher ist», sagt Braun. Wer an sensiblen oder vertraulichen Dokumenten arbeitet, sollte genau abwägen, ob ein Online-Dienst dafür geeignet ist.

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