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«Privater Modus» im Browser gibt keine volle Sicherheit

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Privater Modus
Der «private Modus» soll verhindern, dass auf dem Rechner Daten von Internetnutzern gespeichert werden. Diese Funktion hat aber offenbar erhebliche Lücken. (Bild: dpa-infocom)

am 09.08.2010

Berlin (dpa/tmn) - Viele Internet-Browser bieten einen «privaten Modus» an, der das Surfen im Netz vor neugierigen Augen sichern soll. Eine Studie von Wissenschaftlern der Stanford University in Kalifornien zeigt jetzt aber, dass es in diesem Modus erhebliche Lücken gibt.

Die erhoffte Sicherheit kann von bestimmten Zusatzprogrammen (Plugins) ausgehebelt werden, die Informationen über besuchte Webseiten speichern. «Viele beliebte Browser-Erweiterungen und Plugins untergraben die Sicherheit beim privaten Surfen», erläutern die vier Verfasser der Studie, die in dieser Woche auf einer Sicherheitskonferenz in Washington vorgestellt werden soll. Das Team unter Leitung des Informatikers Dan Boneh untersuchte die vier Browser Internet Explorer, Firefox, Chrome und Safari.

Allein beim Firefox ermittelten die Wissenschaftler 16 Erweiterungen, die Daten zur Internet-Nutzung auf der Festplatte speichern. Diese könnten von einem Angreifer missbraucht werden, um Informationen über den Besuch bestimmter Webseiten auszuspionieren. Die Verfasser der Studie entwickelten daraufhin ein eigenes Plugin mit der Bezeichnung «ExtensionBlocker». Dieses Programm deaktiviert alle Erweiterungen, die das Surfen im privaten Modus unterbinden.

Der private Modus findet sich beim Internet Explorer wie beim Firefox im Menü «Extras». Er soll verhindern, dass «Cookies» gespeichert werden und Adressen besuchter Webseiten in einem «History»-Verzeichnis abgelegt werden. «Cookies» sind Textdateien, die viele Webseiten übertragen, um bestimmte Einstellungen für den nächsten Besuch dieses Angebots zu speichern. Die Forscher ermittelten, dass der private Modus am häufigsten beim Besuch von Erotik-Websites eingestellt wird.

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