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Hotspot auf Reisen: Internet mit UMTS-Routern

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Frau mit Notebook
WLAN-Router, die über ein UMTS-Modem verfügen, ermöglichen es, an jedem beliebigen Ort einen Hotspot einzurichten. (Bild: dpa)

am 28.07.2010 | Von Philipp Laage, dpa

Hannover/München (dpa/tmn) - Surfen, Chatten, Telefonieren übers Internet: Mit einem Notebook oder einem Smartphone kommt in einem WLAN-Hotspot keine Langeweile auf. Doch nicht überall ist schnelles DSL verfügbar.

Die Lösung: WLAN-Router, die auch über ein UMTS-Modem verfügen oder ein solches zumindest in Form eines USB-Surfsticks aufnehmen können. Damit lässt sich an fast jedem beliebigen Ort ein Hotspot einrichten - und mit anderen Menschen teilen.

«UMTS-WLAN-Router koppeln das WLAN über das Mobilfunknetz ans Internet», erklärt Dusan Zivadinovic von der Computerfachzeitschrift «c't» in Hannover. Die SIM-Karte steckt dabei zum Beispiel in einem UMTS-Surfstick, der an den Router angesteckt wird. Manche Router können die SIM-Karte aber auch direkt aufnehmen. Es gibt UMTS-Router sowohl für den Betrieb am Stromnetz als auch für den Akkubetrieb.

«Der Vorteil von Mobil-Routern liegt darin, dass diese Geräte besonders klein und handlich sind und teilweise über Akkubetrieb laufen», sagt Zivadinovic. Router mit Batterie an Bord bieten sich besonders für den Einsatz an Orten an, an denen man nicht unbedingt Zugang zum Stromnetz hat, also zum Beispiel Campingplätze oder Hotellobbys.

Hotspot auf Reisen
WLAN-Router, die über ein UMTS-Modem verfügen, ermöglichen es, an jedem beliebigen Ort einen Hotspot einzurichten. (Bild: dpa)

Ein UMTS-WLAN-Router hat einem einfachen UMTS-Surfstick voraus, dass nicht jeder Nutzer einzeln für das Internet zahlt, sondern mehrere Personen einen Zugang nutzen können. Außerdem kann es mit Surfsticks bei den Betriebssystemen Linux und Mac OS Treiberprobleme geben. «Dieses Problem besteht bei der Benutzung eines UMTS-WLAN-Routers nicht, jeder Nutzer kann uneingeschränkt über das WLAN surfen», erklärt Alexander Zeh vom Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) in Köln. Wie in jedem anderen Hotspot müssen natürlich Netzwerkname und -schlüssel bekannt sein, sonst lässt auch ein UMTS-WLAN-Router die Verbindung nicht zu.

Der Router selbst sollte in jedem Fall den aktuellen und als sicher geltenden Verschlüsselungsstandard WPA2 beherrschen, rät Zivadinovic. Für den mobilen Einsatz sei auch die einfache Bedienung wichtig: Verbindungsaufbau und -abbau sollten per Knopfdruck funktionieren, das Statusdisplay klar und deutlich anzeigen, wenn das Gerät online ist. WLAN-Router, die einen UMTS-Surfstick als Erweiterung aufnehmen können, sollten eine Erkennung kompatibler Sticks und eine automatische Übernahme der Netzwerkeinstellungen des jeweiligen Mobilfunkanbieters bieten.

Ob der ans Mobilfunknetz gehängte Router im Drahtlosnetzwerk Daten nach dem Standard IEEE 802.11g oder nach dem schnelleren 802.11n überträgt, sei nicht ganz so entscheidend, sagt Zivadinovic. «Nutzer sollten sich vor Augen führen, dass es beim mobilen Einsatz hauptsächlich ums Surfen und Mailen geht.»

Einschränkungen in der Geschwindigkeit ergeben sich ohnehin meist nicht durch das WLAN, sondern durch das Mobilfunknetz, erklärt Zeh. Je nach Betreiber seien die zur Verfügung stehende Datenübertragungsrate sowie die Verbindungsqualität unterschiedlich.

Anbieter von UMTS-WLAN-Routern sind unter anderem Edimax, Netgear, Linksys oder Huawei. «Geräte ohne Akkubetrieb bekommt man schon für deutlich weniger als 100 Euro, Router mit Akku liegen leicht über 100 Euro», sagt Zivadinovic. Bei den Akku-Modellen können die Laufzeiten sehr unterschiedlich sein. Einige Modelle halten bis zu drei Stunden, andere müssen erst nach deutlich mehr als vier Stunden an die Dose.

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