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Licht in Kamera-Dschungel - Welcher Typ zu wem passt

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Licht in Kamera-Dschungel
Klein und doch vielseitig: Systemkameras bieten Wechseloptik bei kompakter Bauweise des Gehäuses. (Bild: Olympus/dpa/tmn)

am 15.07.2010 | Von Sven Appel, dpa

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Längst gibt es auch bei den Digitalkameras ein breites Angebot verschiedener Typen. Kompakt und Spiegelreflex sind dabei noch am einfachsten auseinanderzuhalten.

«Doch so kompliziert es auf den ersten Blick anmutet, ist es in Wirklichkeit nicht», sagt Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband in Frankfurt. Die meisten Kompaktkameras haben einen kleinen Aufnahmesensor, und doch gibt es Geräte mit bis zu 15-fachem Zoombereich. Die Auflösung liegt derzeit bei 10 bis 14 Megapixeln.

Der Trend geht laut Clauß hin zur Weitwinkeloptik, zu großen Displays und vielfältigen Automatiken. «Generell sind manuelle Einstellungen bei Kompaktkameras eher die Ausnahme, und die Schärfentiefe ist recht groß.»

Die Zeitschrift «Computer Bild» hat jüngst zwölf Kompaktkameras zu Preisen zwischen 250 bis 350 Euro getestet. Dabei zeigte sich etwa, dass die Hersteller selbst kleine Modelle mit immer leistungsfähigeren Objektiven ausstatten. Das führt zu mehr optischem Zoom und zusätzlichen Gestaltungsmöglichkeiten für den Fotografen.

Superzoom- oder Bridgekameras liegen von der Größe zwischen den Kompakt- und den digitalen Spiegelreflexkameras (SLR). Sie haben bis zu 30-fache Zoombereiche. Im Gegensatz zu den Kompakten bieten sie auch die Möglichkeit der manuellen Einflussnahme bei Blende oder Belichtungszeiten.

Licht in Kamera-Dschungel
Klein und doch vielseitig: Systemkameras bieten Wechseloptik bei kompakter Bauweise des Gehäuses. (Bild: Olympus/dpa/tmn)

Gute Modelle haben einen elektronischen Sucher. Hervorzuheben ist auch die Möglichkeit, mit Aufsteckblitz und im RAW-Modus zu arbeiten. Einige Modelle verfügen über einen manuellen Zoomring, mit dem sich die Brennweite feinfühliger einstellen lässt. «Die Qualität des Objektivs ist meist ein Kompromiss aus meist sehr großem Brennweitenbereich und kleinem Sensor», erklärt Clauß.

Systemkameras gibt es erst seit rund zwei Jahren. Wie auch bei SLR-Geräten ist das Wechseln des Objektivs möglich. Durch den Wegfall des Spiegels sind Systemkameras und ihre Objektive deutlich kleiner als bei SLR-Kameras. Vorreiter ist das Micro-FourThirds-System (MFT) von Panasonic und Olympus. Die Geräte zeigen ein Live-Bild auf dem Display. «Der Aufnahmesensor dieses Kameratyps ist deutlich größer als bei Kompakt- und Superzoomkameras», sagt Clauß. Er hat die Größe des kleinsten Spiegelreflexsensors mit 17,3 mal 13 Millimetern (mm) bei einer Auflösung von rund 12 Megapixeln.

Kürzlich hat die Stiftung Warentest Systemkameras untersucht. Die Experten zählten dazu jedoch auch Spiegelreflex-Modelle, Geräte mit Wechselmodul sowie Kameras mit Wechselobjektiven, aber ohne Spiegel. Von 25 Modellen bekamen 23 ein «Gut», 2 wurden in der Zeitschrift «test» als «befriedigend» eingestuft. Bessere Bilder als normale Kompaktkameras machten aber alle untersuchten Modelle.

Spiegelreflexkameras mit APS-C-Sensoren, die rund 23 mal 15 mm messen, sind sehr kompakt gebaut, jedoch größer als Systemkameras mit Wechseloptik. Die großen Sensoren spielen ihre Stärke gerade im Zusammenspiel mit lichtstarken Objektiven aus. «Dem Anwender bieten sich mehr Möglichkeiten beim Arbeiten mit der selektiven Schärfe.»

SLR-Kameras im Vollformat haben eine Sensorgröße von rund 36 mal 24 mm. Das ergibt eine doppelt so große Fläche im Vergleich zu APS-C - und eine fast viermal so große wie bei (Micro-)FourThirds-Sensoren. Dieser Typ bietet enorme Reserven hinsichtlich Auflösung und Rauschverhalten. «Gerade unter schlechten Lichtbedingungen spielen diese Kameras ihre Stärken aus», sagt Clauß.

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