Billard mit Licht: Fotografieren um die Ecke
Billard mit Licht: Fotografieren um die Ecke
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am 08.07.2010
Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Billard lässt sich auch mit Licht spielen. Nach dem Grundsatz «Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel» können Fotografen einen Spiegel nutzen, um ausgefallene Motive und «großartige Effekte» zu erzielen, erläutert der Photoindustrie-Verband.
Als Beispiel nennen die Experten ein vielen Touristen bekanntes Problem: Ein großes Gebäude wie eine Kirche ist nur schwer ohne allzu viele stürzende Linien und starke Verzerrungen durch extreme Weitwinkelobjektive aufs Bild zu bekommen. Wer deswegen ratlos vor einer berühmten Kathedrale steht, wünscht sich nicht selten einen Hubsteiger, weniger Brennweite oder einfach mehr «Auslauf» vor der Sehenswürdigkeit. Wer dann einen Spiegel geschickt einsetzt, könne zumindest dem Platzmangel ein Schnippchen schlagen.
Zwar sei ein über einen Spiegel aufgenommenes Bild häufig nicht so brillant wie ein direkt geschossenes, so die Experten. Dieses Problem lässt sich aber schmälern, wenn der Rand des Spiegels bewusst mit ins Bild genommen wird - als Gestaltungsmerkmal. Dabei ist es zweitrangig, ob sich das Motiv im Handspiegel, den jemand vor die Kamera hält, oder auf einer Glasfassade wiederfindet.
Hat der Fotograf ein Objektiv mit entsprechend geringem Minimalabstand oder sogar ein Makroobjektiv zur Hand, kann er einfach näher rangehen an das Motiv. Bei Kompaktkameras kann der Makromodus wertvolle Dienste leisten. Gekrümmte Spiegel versprechen besonders interessante Ansichten: Je stärker die Krümmung, desto verzerrter erscheint das Bild - desto mehr ist darauf aber auch zu sehen. So kann eine spiegelnde Kugel fast einen kompletten Rundumblick ermöglichen.
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