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Günstige Smartphones: Keine Alleskönner für 150 Euro

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Günstige Smartphones
Günstige Alternative zum voll ausgestatteten Smartphone: Das rund 120 Euro teure Nokia 5230 gilt als Preistipp. (Bild: Nokia/dpa/tmn)

am 08.07.2010 | Von Nadine Hantke, dpa

Hamburg (dpa/tmn) - Smartphones sind begehrt, aber oft auch sehr teuer. Nicht jeder will oder kann es sich leisten, 500 Euro und mehr für einen dieser Alleskönner auszugeben. Mittlerweile bringen aber immer mehr Hersteller Geräte zu kleineren Preisen auf den Markt.

Da steckt dann zwar weniger Ausstattung drin als im iPhone, in Nokias N97 und anderen High-End-Handys. Wichtige Smartphone-Aufgaben wie Social Media und Navigation bekommen aber auch die günstigeren Konkurrenten oft hin.

«Top-Geräte gibt es ab 400 Euro. Man kann jedoch auch noch einige Hundert Euro mehr ausgeben», sagt Christian Just von der «Computer Bild» in Hamburg. Als Beispiel für ein 400-Euro-Modell nennt der Experte das HTC Desire. Ein weiteres Smartphone der etwas günstigeren Preiskategorie ist das Samsung Wave mit einem Straßenpreis von etwa 310 Euro. «Das Wave bringt Smartphone-Eigenschaften en masse mit», urteilt Lisa Brack vom Technik-Portal «Chip-Online» in Berlin.

Wer weniger als 300 Euro ausgeben möchte, muss Kompromisse eingehen. «Bei noch günstigeren Geräten muss man mit deutlichen Abstrichen rechnen, etwa was die Erweiterbarkeit mit Zusatzsoftware angeht», erklärt Michael Wolf, Handy-Experte der Stiftung Warentest. Was ein Smartphone unter anderem ausmacht, ist die Möglichkeit, es mit zusätzlichen Anwendungen, sogenannten Apps, auszustatten. Das funktioniert zum Beispiel beim iPhone, bei Android-Handys, dem Blackberry und vielen Nokia-Modellen. Doch bei 150-Euro-Geräten ist diese Erweiterungsmöglichkeit in der Regel nicht gegeben.

Samsung Wave
Günstige Alternative zum voll ausgestatteten Smartphone: Das rund 120 Euro teure Nokia 5230 gilt als Preistipp. (Bild: Nokia/dpa/tmn)

Bei den günstigen Modellen wird häufig auch an der Hardware gespart. «Bei solchen Geräten fehlen zum Beispiel WLAN oder GPS», sagt Markus Eckstein von der Telekommunikationszeitschrift «connect». Die Kamera komme ebenso mit vergleichbar niedriger Auflösung daher wie das Display. «Und die Verarbeitung des Gehäuses ist nicht ganz so edel.» Auch an den Browserfunktionen werde bei günstigen Handys gespart, meint Wolf: «Günstige Geräte haben oft Browser, die nicht alle Internetseiten korrekt darstellen können».

Trotzdem gibt es auch Multimedia-Handys, die günstig sind und nah an ein «richtiges» Smartphone herankommen. Das gilt zum Beispiel für das rund 120 Euro teure Nokia 5230. «Das Gerät nenne ich auch Smartphone light», sagt Lisa Brack. Dass mit dem Gerät auch kostenlos navigiert werden kann, findet sie angesichts des Gerätepreises sensationell. Nach Einschätzung von Christian Just ist das Nokia 5230 «zur Zeit der absolute Preistipp». Im Gegensatz zum Smartphone-Primus, dem iPhone, sei die Bedienung des 5230 jedoch deutlich langsamer.

Zu den günstigen Smartphone-Alternativen zählen unter anderem auch das Nokia 5800 Express Music für etwa 180 Euro. Und wer auf WLAN verzichten kann, ist laut Christian Just auch mit dem Acer E110 für rund 160 Euro gut bedient. Das Vodafone 845 ist mit 130 Euro ebenfalls ein Preistipp. «Hier muss man allerdings Einschränkungen beim Display hinnehmen», sagt Just. Geld sparen lässt sich auch, indem man auf ein älteres Modell zurückgreift. «Wie bei vielen technischen Geräten werden auch Smartphones günstiger, je länger sie auf dem Markt sind», erklärt Wolf. Der Preisverfall bei Handys sei enorm.

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Infos

Checkliste für den Kauf Vor dem Kauf sollte man sich überlegen, was man mit dem Handy machen will und welche Funktionen man wirklich benötigt. Brauche ich einen Touchscreen? Will ich das iPhone-Feeling? Werde ich mit dem Handy navigieren? Gehe ich mit dem Handy oft per WLAN ins Internet? Will ich Apps herunterladen? Wer jeder dieser Fragen mit «ja» beantwortet, sollte sich ein vollausgestattetes Smartphone kaufen. «Wenn man alle Smartphone-Funktionen haben will, dann muss man auch bereit sein den entsprechenden Preis dafür zu zahlen», sagt Michael Wolf von der Stiftung Warentest.
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