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SurftippDie friedliche Revolution von Leipzig nacherleben
![]() Auf einer interaktiven Karte sehen Nutzer die entscheidenden Stationen der friedlichen Revolution 1989 in Leipzig. (Bild: «arte.tv») am 28.06.2010 Meerbusch (dpa-infocom) - Die friedlichen Demonstrationen in Leipzig trugen wesentlich dazu bei, 1989 das SED-Regime in der DDR zu stürzen. Die TV-Sender Arte und MDR erinnern mit einem multimedialen Website an die Ereignisse. Leipzig, 9. Oktober 1989. Die politische Gerüchteküche brodelt. Die Stadt ist wie gelähmt von der Androhung einer «chinesischen Lösung». Bahnt sich mitten in Sachsen ein blutiges Massaker an? Gegen Mittag lässt der Polizeichef die Innenstadt räumen. Schulen, Kindergärten und Geschäfte werden geschlossen, westliche Medien ausgesperrt. Was dann folgt, ging in die Geschichte ein. Die TV-Sender Arte und MDR präsentieren die Ereignisse in der Sendung «Das Wunder von Leipzig. Die friedliche Revolution». Im Netz gibt es auch einen interaktiven Rundgang zu den historischen Ereignissen. Unter arte.tv/leipzig1989 kann jeder die Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven nacherleben und vertiefende Informationen abrufen. In dem interaktiven Angebot lässt sich der Weg der 70.000 Demonstranten entlang des Innenstadtrings verfolgen. Der Benutzer klickt mit der Maus auf die entsprechenden Stellen im Stadtplan. Hinter den zahlreichen Fenstern verbergen sich Filmsequenzen, Augenzeugenberichte, Audiobeiträge und Fotogalerien, Artikel sowie interaktive Angebote. Am Bahnhof dreht sich alles um die Ausreisewelle, die damals Motor der Friedlichen Revolution war. Bei der «Reformierten Kirche» steht die Rolle der Medien im Mittelpunkt (vom Turm filmten zwei Ostberliner heimlich die Demonstration und leiteten das Video an die «Tagesthemen» weiter). Doch Website-Besucher können sich nicht nur über die historischen Ereignisses informieren, sondern auch mitmachen. Sie können zum Beispiel diskutieren, ob wir den richtigen Nationaltag feiern oder berichten, welche Erfahrungen sie selbst mit der Stasi gemacht haben. Auf diese Weise entstehen interessante Diskussionen. So wird das Portal zu einem lebendigen Archiv der Erinnerung, das über die Ausstrahlung des Films hinaus Bestand hat. Links
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