Weihnachtsmann explodiert!
Weihnachtsmann explodiert!
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am 24.12.2004 | von ak
Sie suchen Backrezepte aus dem Alten Rom? Sie möchten mehr erfahren über das obskure Paarungsverhalten des gemeinen Borkenkäfers unter Berücksichtigung extremer Witterungsverhältnisse? Oder über die Geschichte der Pizza oder alles über die Erforschung des Plastiklöffels - es gibt nichts, was man im Internet nicht findet. Hier lässt es sich zu jedem Thema prächtig recherchieren. Natürlich auch zum Thema Weihnachten und Weihnachtsmann und selbstverständlich auch zu jener immer wieder heftig diskutierten Frage, ob es den Weihnachtsmann samt Schlitten und Rentieren denn auch wirklich gibt, wo er wohnt, wie er lebt und wie er es schafft, zu Weihnachten alle Kinder dieser Welt mit Geschenken zu beglücken.
Wenn ein Pastor recherchiert
Just jene Seite, die sich mit diesem heiklen Thema aus der Sicht der Physik beschäftigt, steuerte vor zwei Jahren der englische Pastor Lee Rayfield an. Er war auf der Suche nach einem brandaktuellen Thema für seine Predigt in einem vorweihnachtlichen Kindergottesdienst. Da kam ihm die wissenschaftliche Untersuchung zum Thema "Warum es den Weihnachtsmann nicht gibt" gerade Recht. Wird hier doch mit den objektiven Methoden der Physik wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen, dass es den Weihnachtsmann nicht geben kann. Und wenn es Santa Claus wider besseren Wissens trotzdem einmal gegeben haben sollte, dann sei er leider längst schon tot - so das dröge Fazit dieser Untersuchung.
Der Weihnachtsmann ist bei der Arbeit explodiert
Reverend Lee Rayfield aus dem südostenglischen Städtchen Maidenhead druckte sich den Text der Untersuchung aus, formulierte ihn ein wenig um und trug ihn dann den jungen und älteren Kirchgängern seiner Gemeinde in seiner Gottesdienstpredigt vor.
Die ersten Tränen flossen, als Reverend Mayfield die Existenz von Weihnachtsmann und Rentieren als wissenschaftlich unhaltbar verwarf. Als er dann auch noch erklärte, dass die Rentiere, die den Schlitten ziehen, beim Ausliefern von 378 Millionen Geschenken an 91,8 Millionen Haushalte wegen der großen Geschwindigkeit, mit der die weihnachtliche Schlittenfahrt durchgeführt werden müsse, schlichtweg explodieren und der Weihnachtsmann wegen der übergroßen Beschleunigung des Schlittens mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton praktisch ans Ende seines Schlittens genagelt würde, gab es kein Halten mehr. Kindertränen flossen in Strömen, und die erwachsenen Kirchgänger starrten betreten zu Boden.
„Ich liebe Weihnachten“
Reverend Mayfield hat sich hinterher für seine wissenschaftlich exakte, aber doch ein wenig unsensible Predigt entschuldigt. Er habe die Kinder mit seiner Predigt lediglich zum Lachen bringen wollen, habe dabei aber übersehen, dass im Saal fast ausschließlich kleine Kinder waren. "Ich liebe Weihnachten", betonte der zerknirschte Pastor - und wird wahrscheinlich niemals wieder für eine Predigt recherchieren - zumindest nicht im Internet... und schon gar nicht zu der Frage, ob es den Weihnachtsmann tatsächlich gibt!
HTML-World wünscht frohe Weihnachten!
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