Die Sonne im Sucher: So gelingen Gegenlichtaufnahmen
Die Sonne im Sucher: So gelingen Gegenlichtaufnahmen
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am 24.06.2010
Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Fotografieren gegen das Licht muss nicht zu schlechten Aufnahmen führen. Mittels Blitz und Aufheller lassen sich ungewollte Effekte bei Gegenlichtaufnahmen vermeiden, erklärt der Photoindustrie-Verband in Frankfurt.
Richtig eingesetzt, verleihe Gegenlicht einem Foto sogar eine besondere Stimmung. Zwei grundsätzliche Möglichkeiten gibt es den Experten zufolge, Gegenlicht wirken zu lassen. Zum einen kann der Fotograf es zum bestimmenden Element machen und das Hauptmotiv im Vordergrund nur als Schatten zu zeigen. Dabei liefert meist eine Belichtungsmessung über die gesamte Bildfläche einen brauchbaren Anhaltswert. Das überstrahlende Licht aus dem Hintergrund wird weitgehend korrekt belichtet, der Vordergrund versinkt im Schatten. Eventuell ist es nötig, die Belichtungszeit noch zu verkürzen beziehungsweise die Blende für einen tiefschwarzen Schattenriss zu schließen.
Soll dagegen das Hauptmotiv detailliert abgelichtet werden, findet der Fotograf mit Hilfe der Spotmessung heraus, wie er belichten muss. Der Hintergrund wird beim Bestimmen von Belichtungszeit und Blende außer Acht gelassen. Der stärker beleuchtete Vordergrund wird dann je nach Lichtart und -intensität gleißend hell oder durch einen Spot beleuchtet.
Vor allem bei einer punktförmigen Lichtquelle - einem Scheinwerfer oder der Sonne - hat der Fotograf die Möglichkeit, diese wirkungsvoll im Bild zu platzieren: Scheint die Sonne bei einem Porträt etwa direkt von hinten auf den Kopf, erhält die Person eine Art Heiligenschein. Wird die Lichtquelle leicht neben dem Hauptmotiv platziert, kann der Fotograf im Bild auftretende Störungen wie helle Ringe, die durch die Lichtbrechung im Objektivglas auftreten, effektvoll platzieren. In jedem Fall sollte eine Streulichtblende eingesetzt werden, sonst kann es zu unkontrollierbaren Störungen im Bild kommen.
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