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BerichteHalbmobile Leistungsträger: Notebooks als PC-Ersatz
![]() Mobil im Wohnzimmer: Viele Notebooks sind als Ersatz für den Schreibtisch-PC gedacht, kommen für den Einsatz unterwegs aber nur selten in Frage. (Bild: Toshiba/dpa/tmn) am 23.06.2010 | Von Philipp Laage, dpa Hannover/Nußbach (dpa/tmn) - Längst werden mehr Notebooks als PCs verkauft. Doch nicht alle Notebooks werden mobil genutzt. Viele dienen vielmehr als Ersatz für den Schreibtischrechner - als sogenanntes Desktop-Replacement-Gerät. Solche Modelle verfügen über eine Bildschirmgröße von 16 Zoll - rund 40 Zentimeter - oder mehr. Auch ihre Ausstattung komme nahe an die eines herkömmlichen PCs heran, sagt Christian Wölbert von der Computerzeitschrift «c't». «Sie haben schnelle Prozessoren, viele Schnittstellen und oft auch einen vorzeigbaren Grafikchip.» Der Vorteil eines Desktop-Replacement-Notebooks gegenüber einem PC liegt vor allem in der Mobilität, erklärt J. Simon Leitner vom Online-Magazin «Notebookcheck» in Nußbach (Österreich). Die Mobilität sei durch die Größe und ein Gewicht von mindestens drei Kilogramm im Vergleich zu kleineren Notebooks zwar leicht eingeschränkt, aber prinzipiell könne der Nutzer das Gerät zuklappen und überall hin mitnehmen. «Innerhalb der Wohnung fungiert das Notebook dann sowohl als Multimedia-Station im Wohnzimmer, als auch als Arbeitsplatz im Bürozimmer.» Hinzu kommt, dass das Notebook platzsparender als ein herkömmlicher Desktop-PC ist. Ein zusätzlicher Vorteil gegenüber kleineren Notebooks sei die gut nutzbare, höhere Bildauflösung, ergänzt Haris Musemic, Produktmanager beim Hersteller Asus. Darüber hinaus biete die reichhaltigere Schnittstellenausstattung Anwendern mehr Anschlussmöglichkeiten. Ein größeres Lautsprechervolumen und integrierte Verstärker lieferten im Vergleich zu kleinen Notebooks außerdem klar bessere Soundqualität. Als Prozessoren kommen Mittel- bis Oberklasse-Chips mit drei oder vier Kernen zum Einsatz. Die seien fast vergleichbar mit Prozessoren herkömmlicher Desktop-PCs, erklärt Leitner. Der Arbeitsspeicher umfasse in der Regel vier Gigabyte, lasse sich aber noch aufrüsten, sofern freie Steckplätze vorhanden sind. Käufer sollten auf einen schnellen Prozessor und auf eine leistungsstarke Grafik achten. Weitere Voraussetzungen für einen vollwertigen PC-Ersatz sind ausreichend Anschlüsse, um zum Beispiel eine Maus, einen Drucker und eine externe Festplatte mit dem Notebook verbinden zu können. Das Display sollte nicht nur hochauflösend sein, sondern vom Käufer auch in Sachen Helligkeit, Blickwinkelabhängigkeit und Spiegelung geprüft werden, rät Leitner. Desktop-Replacement-Notebooks seien preislich etwa in der gleichen Kategorie wie Allround- und Multimedia-Notebooks anzusiedeln, erklärt Leitner. Ganz klassische Desktop-PCs seien nach wie vor in einem günstigeren Preissegment zu finden. Günstige Notebook-Modelle gebe es schon ab 500 Euro, sagt Wölbert. «Wer ein Blu-ray-Laufwerk und ein großes Display haben möchte, muss dafür wenigstens 700 Euro ausgeben.» Ein DVD-Laufwerk hätten die aktuellen Desktop-Replacement-Notebooks aber alle. Leidenschaftliche Computerspieler steigen hingegen besser auf einen Desktop-PC um, weil dort die jeweils schnellsten Grafikchips eingesetzt werden. «Wer vorwiegend stationär arbeitet und nicht unbedingt auf Platzersparnis achten muss, ist mit einem herkömmlichen PC schon hinsichtlich des Preises besser beraten», sagt Musemic. Desktop Replacements seien vor allem dann sinnvoll, wenn Anwender sowohl im Büro, im Home Office und auch von unterwegs in vollem Umfang auf ihre Daten zugreifen wollen. InfosDesktop Replacements nicht ganztägig nutzen Zwar fungieren Desktop-Replacement-Notebooks gut als mobile Arbeitsstation. In einem Punkt könnten sie jedoch generell nicht mit Desktop-PCs mithalten - und zwar bei der Ergonomie, erklärt Christian Wölbert von der Computerzeitschrift «c't». Bildschirm und Tastatur seien bei Notebooks nicht getrennt voneinander und daher nicht optimal einstellbar. «Für den alltäglichen achtstündigen Arbeitseinsatz im Büro oder zu Hause sind Desktop-Replacement-Notebooks also nicht zu empfehlen.»
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