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Topf sucht Deckel: Gut präsentieren in Partner-Portalen

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Partner-Portale
Wo bist du, mein Sonnenlicht? Laut einer Studie haben schon neun Millionen Deutsche einen festen Partner via Internet kennengelernt. (Bild: dpa/tmn)

am 22.06.2010 | Von Nadine Hantke, dpa

Berlin (dpa/tmn) - Immer mehr einsame Herzen halten nicht nur in der Disco oder beim Spaziergang mit dem Hund Ausschau: Partnersuche via Web lautet ihre Devise.

Dabei nur auf den Traumprinzen oder die Traumprinzessin zu warten, reicht jedoch nicht aus: Auch im Internet heißt es, beim Kontakteknüpfen selbst aktiv zu werden.

Neun Millionen Bundesbürger haben schon einen festen Partner über das Internet kennengelernt, ergab jüngst eine Studie des IT-Verbands Bitkom. Wer als Topf seinen Deckel sucht, sollte wissen, welche Art von Beziehung es sein soll, ehe er sich irgendwo anmeldet. Da gibt es Flirtportale wie iLove.de oder auch datingcafe.de - und zum anderen Partnervermittlungen wie eDarling.de, ElitePartner.de und parship.de.

«Wer einen Flirt sucht, ist in Datingportalen oder Flirtbörsen gut aufgehoben. Bei Partnervermittlungen geht es dagegen eher um feste Beziehungen», sagt Lisa Fischbach, Singlecoach bei ElitePartner.de. Flirtportale leben von der Aktivität der Mitglieder, bei Vermittlungen bekommt man Partnervorschläge. Es existieren aber auch Mischformen: neu.de, friendscout24.de und be2.de sind drei davon.

Wer ein Vermittlungsportal ausgewählt hat, wird aufgefordert, einen Fragebogen auszufüllen. So kommt ein Persönlichkeitsprofil zustande. «Wir stellen unseren Nutzern 200 Fragen», sagt David Khalil von eDarling.de. «Wer die Profile nach Mindeststandard ausfüllt, der fällt nicht besonders auf. Um Engagement zu zeigen, sollte man auch Zusatzfragen beantworten.» Aber auch bei Flirtportalen ist das Profil das «A und O», sagt Diplom-Psychologin Fischbach: «Standardaussagen sind nichtssagend. Beim Ausfüllen der Fragebögen und der Steckbriefe sollte man sich Mühe geben - das erhöht die Erfolgschancen.»

Ein paar Kilo weniger, ein paar Zentimeter mehr - auch kleine Lügen sollte man vermeiden. «Spätestens beim ersten Treffen fällt so etwas auf», warnt Fischbach. Erlaubt sei dagegen, Schokoladenseiten zu betonen. Das gilt beim Auswählen des Profil-Fotos ebenso. «Man sollte Wert legen auf ein gutes Foto. Denn das vermittelt auch im Internet meist den ersten Eindruck.» Auch auf das Pseudonym kommt es an. «Ulrike82» wirkt langweilig, «Knuddelbärchen2010» ist auch nicht originell. Kreativität ist gefragt, um aufzufallen.

Beim Flirtportal wie bei der Vermittlung ist es das erste Gebot, aktiv zu werden. «Wer nur darauf wartet, dass er angeschrieben wird, hat geringe Erfolgschancen», weiß Khalil. Die erste Nachricht an ein interessantes Mitglied sollte persönlich sein. «Standard-Mails werden gleich weggeklickt», sagt Fischbach. Gut ist, auf Aussagen im Profil wie Hobbys oder Reiseziele einzugehen.

Um bösen Überraschungen vorzubeugen, sind Nutzer lieber sparsam mit den Daten, die sie sichtbar machen: «Name, Adresse, Telefonnummer - alles, womit man im realen Leben identifizierbar ist, gehört nicht in solche Portale», rät Jan Bruns von «Computer Bild». Das legt auch ein Test der Zeitschrift nahe. Dabei wurden mehrere Portale trotz guter Vermittlungsqualitäten wegen Sicherheitslücken abgewertet. «Häufig konnten Anmeldedaten ausgespäht werden.»

Ein weiterer Kritikpunkt waren teils undurchsichtige Abolaufzeiten und Preise: «Die meisten Portale werben mit einem Monatsbeitrag. Die Mindestlaufzeit liegt aber meist bei drei Monaten», so Bruns. Also wird es teurer, als es zunächst aussieht. Die meisten Anbieter räumen Gratis-Testmöglichkeiten ein. Wirkliche Kontaktaufnahme ist aber in der Regel erst möglich, wenn der Nutzer ein Abo erworben hat. Testsieger wurde eDarling.de mit der Note «befriedigend».

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