RAW-Format ermöglicht mehr Nachbearbeitung
RAW-Format ermöglicht mehr Nachbearbeitung
IT-News-World.de
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am 17.06.2010
Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Im RAW-Format gespeicherte Fotos lassen sich ausgiebiger nachbearbeiten als zum Beispiel JPEGs oder TIFFs. Warum, erklärt der Photoindustrie-Verband in Frankfurt:
Bei der «Rohdatenspeicherung» werden die Bilddaten nach den individuellen Vorgaben und Eigenschaften der Kamera weitgehend unbearbeitet, unkomprimiert und daher auch verlustfrei gespeichert. Dagegen werden Motive im JPEG- oder TIFF-Format nach dem Auslesen des Bildsensors mit Hilfe der Firmware sozusagen entwickelt - und damit die Möglichkeiten des Fotografen eingeschränkt, noch etwas zu ändern.
Ein wichtiger Vorteil der RAW-Speicherung ist den Experten zufolge auch, dass für die eigentliche Aufnahme weniger Parameter zu beachten sind. Das Interpretieren der Bilddaten, also etwa die Bestimmung von Helligkeit, Kontrast, Schärfung und Farbsättigung, kann nachträglich der Rohdatenkonverter des Herstellers erledigen. So riskiert der Fotograf nicht, durch eine falsche Einstellung die Aufnahme für immer zu verderben. Bei der JPEG-Umwandlung etwa lassen sich dagegen als schwarz gedeutete Bildbereiche später nicht mehr aufhellen.
Ein Nachteil der RAW-Datenspeicherung ist jedoch der zusätzliche Zeitaufwand bei der Bearbeitung. Zudem lassen sich die Bilddateien nur mit speziellen Programmen öffnen und bearbeiten. Das liegt unter anderem daran, dass die meisten Kamerahersteller eigene Verfahren zum Speichern von RAW-Daten verwenden. Das ist an den unterschiedlichen Datei-Endungen wie «CR2», «NEF» und «ORF» zu erkennen.
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