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Nettop oder Spiele-Bolide? Tipps für den PC-Kauf

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PC-Kauf
Wer sich nicht so gut mit Computern auskennt, sollte sich bei Rechnerkauf beraten lassen. (Bild: Remmers/dpa/tmn)

am 02.06.2010 | Von Andreas Thieme, dpa

Hamburg/Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Der Kauf eines neuen Computers gleicht dem Gang durch ein Labyrinth: Die vielen Angebote verwirren. Wichtig ist, dass Anwender überlegen, zu welchem Zweck sie den Rechner verwenden wollen.

Wird der Rechner für Spiele oder Multimedia-Programme genutzt, benötigt er eine leistungsstarke und hochwertige Grafik. Zum Speichern von Fotos und Filmen sei eine große Festplatte erforderlich, sagt Markus Schütz vom PC-Hersteller Dell in Frankfurt. Wird der PC im Wohnzimmer eingesetzt, sollte er sehr leise arbeiten und optisch ins Ambiente passen.

Für E-Mails, Büroarbeiten oder zum Surfen im Internet reicht ein einfacher Nettop-Rechner in der Preisklasse um 300 Euro, sagt Alexander Kuch von der «Computer Bild». Dieser Computer hat im Vergleich zu Standard-PCs zwar eine schwächere Rechenleistung, arbeite aber wesentlich stromsparender und leiser. Etwa 100 Euro mehr sind für den Kauf einzuplanen, wenn der Computer als Medienabspielgerät eingesetzt werden soll. Auch hier reicht Kuch zufolge ein Nettop. Verfügt dieser über die Grafik-Plattform ION und über einen Dual-Core-Prozessor, könnten sogar Blu-Ray-Filme in Full-HD-Auflösung ruckelfrei abgespielt werden.

Ist der Neue als Multimedia-Zentrale für Bildbearbeitung und Videoschnitt gedacht, investieren Anwender besser 500 bis 700 Euro. Der PC sollte dann über einen Quadcore-Prozessor, 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher (RAM), eine Terabyte-Festplatte und eine Grafikkarte mit 1 GB Speicher verfügen, rät Kuch. Für Computerspiele, Profi-Videoschnitt und anspruchsvolle Medienbearbeitung sei ein leistungsfähigerer PC in der Preisklasse ab 800 Euro aufwärts nötig.

Note- und Netbooks eignen sich dagegen zum Arbeiten und Surfen unterwegs. Zehn Millionen mobile PCs werden dieses Jahr verkauft, schätzt der IT-Branchenverband BITKOM in Berlin. Einstiegsgeräte seien schon für weniger als 300 Euro zu haben. Eine hohe Akkuleistung und damit höhere Anschaffungskosten sind aber nicht nötig, wenn das Notebook nur als Ersatz für einen Desktop-PC dient, erklärt Peter Knaak von der Stiftung Warentest in Berlin.

Wer nach einem Multimedia-PC mit akzeptablem Preis-Leistungsverhältnis von namhafter Hersteller sucht, wird im Elektronikmarkt fündig. «Diese PCs sind üblicherweise für den typischen Heimanwender konfiguriert», erläutert Kuch. Spezielle Kundenwünsche werden aber nicht berücksichtigt.

Ausgiebige Beratung und die Erfüllung spezieller Kundenwünsche, bietet ein Fachhändler. Der Vorteil: «Bei Servicefällen kennt er den Kunden und das Gerät bereits», so Kuch. Ideal sei es, mit klaren Vorstellungen ins Verkaufsgespräch zu gehen. Sagt der Kunde etwa «Ich will Fotos bearbeiten und Urlaubsfilme schneiden, aber nicht am Computer spielen», werde ein seriöser Händler wissen, was der Kunde braucht.

Infos

Vorsicht beim Ratenkauf Beim Ratenkauf sollten sich Anwender genau über die Konditionen unterrichten lassen. Da der Käufer den Vertrag nicht mit dem Händler, sondern dessen Bank eingeht, wird besser auch das Kleingedruckte besprochen - nur so können unangenehme Folgen wie Bearbeitungsgebühren oder wechselnde Zinssätze vermieden werden. Wird im Anschluss die Höhe der monatlichen Zahlung vereinbart, sollten dabei auch die Gesamtkosten inklusive Zinsen berechnet werden.
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