IT-News World - tägliche PC-, Internet- und IT-NewsIT-News World:   Home | Hier werben | Impressum |
 

 
 

Anzeige 
 
Startseite Aktuelles Berichte Tipps Spiele Surftipp Netzwelt News-Archiv
 
 
IT-News World » Berichte » Apples iPad kommt nach Deutschland

Berichte

Apples iPad kommt nach Deutschland

Bewertung:
Apples iPad kommt nach Deutschland IT-News-World.de 5 5
iPad
Vielseitig einsetzbar: Das iPad lässt sich unter anderem zum Spielen und Surfen nutzen, aber auch für Büroarbeiten. (Bild: Remmers/dpa/tmn)

am 28.05.2010 | Von Christoph Dernbach, dpa

Hamburg (dpa) ­ Glaubt man Steve Jobs, wird der neue Tablet Computer iPad die digitale Welt auf den Kopf stellen. «Das iPad ist etwas vollkommen Neues, magisch und revolutionär», verspricht der Chef von Apple.

In den USA fiel diese Botschaft auf fruchtbaren Boden: Innerhalb von 28 Tagen setzte Apple eine Millionen Geräte ab. Beim Start des iPhone vor drei Jahren benötigte Apple noch 74 Tage, um die Millionen-Schwelle erstmals zu überschreiten.

Der Ansturm der iPad-Käufer in Nordamerika war so heftig, dass der Marktstart in Europa zwei Mal verschoben werden musste. Doch am Freitag (28. Mai) ist es auch hierzulande so weit: Apple startet in Deutschland den Verkauf des iPads.

Während in den USA zunächst nur die iPad-Versionen mit einem WLAN- Funkmodul angeboten wurden, können die Kunden nun zwischen dem WLAN- iPad und Geräten mit einem zusätzlichen UMTS-Modem auswählen. Das günstigste iPad mit 16 Gigabyte Speicher kostet 499 Euro, die Mobilfunk-Version 100 Euro mehr. Für 100 Euro verdoppelt Apple den Hauptspeicher. Der Ausbau auf 64 Gigabyte kostet 200 Euro mehr, so dass das Spitzenmodell mit 64 Gigabyte und UMTS-Modem plus WLAN mit 799 Euro zu Buche schlägt.

Die Mobilfunk-Versionen des iPad sind im Gegensatz zum Apple-Handy iPhone nicht durch eine Netzsperre (SIM-Lock oder Netlock) beschränkt. Apple bietet zwar Tarife von Vodafone, der Telekom und O2 passend zum iPad an. Im Prinzip kann man die Internet-Tafel aber mit jedem beliebigen Mobilfunkprovider betreiben. Allerdings passen in das Gerät nur die kleineren Micro-SIM-Karten, die inzwischen aber von etlichen Providern angeboten werden. Im Internet kann man sich auch anschauen, wie man eine herkömmliche SIM-Karte mit einer Schere auf Micro-SIM-Format schnippeln kann.

Die Mobilfunk-Verbindung verringert die lange Akku-Laufzeit des iPad nur erfreulich wenig. Es spielt keine Rolle, ob man im Web surft, Videos anschaut, Musik hört oder spielt: Der große Akku hält fast immer zehn Stunden durch, bis man das iPad wieder an die Steckdose anschließen muss.

Im täglichen Umgang mit dem iPad tritt die Hardware selbst aber schnell in den Hintergrund: «Das was Apple als die Magie des iPad bezeichnet, sind eigentlich die Anwendungen, die Apps, die es dafür gibt», sagt Matthias Kremp von «Spiegel Online». Noch sei die Auswahl «vergleichsweise übersichtlich», obwohl die Zahl der iPad-Programme zwei Monate nach dem Start in den USA die Schwelle von 5000 Apps überschritten hat. «Doch Musikprogramme wie Korgs iElectribe oder das Jump & Run-Spiel Mirrors Edge sind es, die den besonderen Charme des Tablet-Rechners ausmachen.»

Die Fähigkeiten des iPads, mehrere Fingerbewegungen auf dem Bildschirm unabhängig voneinander präzise und schnell zu erkennen, werden auch eindrucksvoll in dem kleinen Spiel «Marble Mixer» umgesetzt. Bei dem Game geht es um die simple Aufgabe, einem niedlichen Monster, das sich in der Bildmitte rotiert, Kekse ins Maul zu schießen. Eine ganze Kleinfamilie kann sich einen Abend lang damit beschäftigen, das Monster gleichzeitig aus den vier Ecken des iPads mit Keksen zu beschießen.

Andere Anwender werden das iPad weniger als Spielekonsole einsetzen, sondern als ultramobiles Büro, aus dem man blitzschnell E-Mails abrufen oder eine Präsentation vorführen kann. Da Apple die Microsoft-Technologie «ActiveSync» lizensiert hat, arbeitet das iPad auch mit dem in der Unternehmenswelt weit verbreiteten Exchange- Architektur zusammen. Als Alternative zu den Office-Programmen von Microsoft bietet Apple eine iPad-Variante seiner Bürosoftware iWorks an, die aus den Apps «Pages»,« Keynote» und «Numbers» besteht.

In den USA wird das iPad häufig auch als Konkurrent zu digitalen Büchern («E-Books») wie dem Amazon Kindle angesehen. In Deutschland bietet Apple zwar auch die hübsche Anwendung «iBooks» an. Doch leider finden sich hier bislang keine aktuellen Verlagsinhalte, sondern nur noch Klassiker und andere Titel, die frei veröffentlicht werden dürfen. «Wir arbeiten hart daran, auch Bücher aus den aktuellen Verlagskatalogen auf das iPad zu bringen», heißt es bei Apple.

Nicht kompatibel ist das iPad mit der Flash-Technologie von Adobe, die von YouTube oder bei Online-Spielen wir «Farmville» genutzt wird. Während YouTube und andere Videoportale inzwischen ihre Filme auch in einem iPad-kompatiblen Format (H.264) anbieten, scheint bei den Flash-Games keine Alternative in Sicht. Apple begründet den Verzicht mit dem Strom- und Ressourcenhunger von Flash. Außerdem biete Flash Hackern oft eine Sicherheitslücke. Adobe wirft Apple dagegen vor, allein aus politischen Gründen gegen Flash zu sein.

Die Haltung von Apple in Sachen Flash und die Kontrolle der im App Store angebotenen Programme durch Apple wird von manchen Rezensenten kritisiert: «Einen vollwertigen Computer ersetzt das iPad nicht. Daran sind einerseits die Beschränkungen der Hardware schuld, in größerem Maß aber der Käfig, in den Apple das iPad sperrt», schreibt Helmut Martin-Jung von der Süddeutschen Zeitung. «Golden ist der Käfig mehr für Apple als für die iPad-Besitzer. Wer ein schmuckes Gerät zur Unterhaltung für daheim wie unterwegs sucht und mit den genannten Einschränkungen leben kann, könnte dagegen mit dem iPad glücklich werden.»

Martin Eisenlauer, Tech-Reporter bei der «Bild am Sonntag», zeigt sich von den Online-Eigenschaften des iPad begeistert: «Das iPad vereinfacht den Zugang zum Web. Auch wenn es Notebook und PC nicht ersetzen wird, ist es doch ein wunderschönes Spielzeug für alle Internet-Süchtigen.»

Thomas Heuzeroth von der «Welt am Sonntag» kommt zu diesem Fazit: «Apple ist es mit dem iPad gelungen, eine neue Gerätekategorie so weiterzuentwickeln, dass sie sehr vereinnahmend ist. Leider ersetzt das Tablet weder das Handy noch ein Notebook. Das ist zwar gut für Apple, es ist aber schlecht für das eigene Portemonnaie.» Matthias Kremp von «Spiegel Online» wurde während seines Tests etwas stärker vom iPad-Virus erfasst, obwohl auch er vorsichtig formuliert: «Ganz klar: Ein iPad braucht kein Mensch. Aber wer eines hat, kann es gut gebrauchen.»

Links

IT-News als RSS-Feed lesen

« vorheriger Artikel
Offen nach oben - Android gewinnt an Bedeutung
nächster Artikel »
«Kampf der Titanen»: Auf den Spuren des Kino-Hits

Weitere News aus Berichte

Das neue Radio - Was es bei DAB+ zu beachten gibt

24.05.2012 | Von Samuel Acker, dpa | Berlin/München (dpa/tmn) - DAB+ trägt es schon im Namen: Das neue digitale Radio soll ein Plus zum bisherigen Hörfunk bieten - in Form von Bildern, Nachrichten und Infos zu Musiktiteln oder Sendungen. Doch nicht jedes DAB-Radiogerät ist dafür gerüstet.  .  Weiter lesen ...

Kryptische Kürzel - Gerätebezeichnungen sorgen für Verwirrung

23.05.2012 | Von Tobias Hanraths, dpa | Starnberg/Berlin (dpa/tmn) - Wer ein technisches Gerät anschaffen möchte, verliert oft zuerst die Übersicht - und dann die Nerven. Denn viele Hersteller geben ihren Produkten ellenlange und unverständliche Bezeichnungen. So lassen sich die kryptischen Kürzel entziffern:  .  Weiter lesen ...

Apps und Tools für USB-Sticks: Der Mini-PC in der Hosentasche

22.05.2012 | Von Thomas Joos, dpa | Korschenbroich (dpa/tmn) - USB-Sticks sind Alltag. Doch die kleinen Wegbegleiter können nicht nur Fotos, Dokumente und Videos speichern. Wer transportable Programme, sogenannte Portable Apps auf ihnen ablegt, hat seinen Mini-PC immer dabei.  .  Weiter lesen ...

Befehle vom Telefon: Fernsteuerungs-Apps für TV & Co.

18.05.2012 | Von Tobias Hanraths, dpa | Stuttgart (dpa/tmn) - Unterwegs den Router anschalten, aus der Ferne auf die Musiksammlung zugreifen und den Fernseher vom Nebenraum aus steuern: Remote-Apps machen es möglich. Allerdings kochen viele Hersteller ihr eigenes Süppchen, Universallösungen gibt es kaum.  .  Weiter lesen ...

Sprachen pauken für den Urlaub - Neue Apps und Lernprogramme

16.05.2012 | Von Cordula Dernbach, dpa | Berlin (dpa/tmn) - «Hallo», «Tschüss», «Bitte» und «Danke»: Wer im Urlaub mehr als nur diese Sprachfetzen beherrschen will, kann fremde Begriffe und Vokabeln mit elektronischen Helfern lernen. Unter den neuen Programmen gibt es auch Angebote für Kinder.  .  Weiter lesen ...

Weitere News aus dem Bereich Berichte »

 

Bluetooth-Headset Jabra Stone 2 / Kleiner Kommandoempfänger: Das Bluetooth-Headset Jabra Stone 2 beherrscht Spracherkennung. Die Ladestation ist im Preis enthalten. (Bild: GN Netcom/dpa/tmn)
 
     
 

Anzeige