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Kostenfalle iPad? Tipps für die Tarifsuche

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Mobilfunkkarte
Spezielles Format: Die im iPad WiFi + 3G eingesetzte Mobilfunkkarte ist eine Micro-SIM. (Bild: Remmers/dpa/tmn)

am 27.05.2010 | Von Sven Appel, dpa

Berlin/Düsseldorf (dpa/tmn) - Apples iPad kommt nach Deutschland: Von Freitag (28. Mai) an ist es zu haben. Billig ist das mit vielen Vorschusslorbeeren bedachte Gerät nicht.

Je nach Ausstattung werden zwischen 499 und 799 Euro fällig. Aber nicht nur die Kosten für die Hardware fallen ins Gewicht. Damit das iPad nicht zur Kostenfalle wird, sollten Besitzer von Apples neuester Surfmaschine in der 3G-Version den richtigen Tarif wählen.

Die 3G-Variante des iPad besitzt neben WLAN eine UMTS-Funktionalität - es stellt die Verbindung zum Internet also auch über das Mobilfunknetz her. Um UMTS mit dem iPad nutzen zu können, braucht es eine SIM-Karte vom Anbieter. Genauer gesagt, ist für das iPad eine Micro-SIM-Karte nötig. Die könnte man sich aus einer herkömmlichen SIM-Karte zurechtschneiden, da die Karten sich nur hinsichtlich des Plastikrahmens unterscheiden. Allerdings besteht bei dieser Operation ein gewisses Risiko, den Chip dabei zu zerstören.

Verschiede Mobilfunkunternehmen bieten jetzt - extra für das iPad - Micro-SIMs an. Synchron haben sie neue Datentarife aufgelegt. Das Telefonieren mit dem iPad ist dagegen nicht vorgesehen. Vodafone zum Beispiel offeriert zwei iPad-Tarife. Sie tragen die etwas sperrigen Bezeichnungen «Vodafone MobileInternet Basic Monatspaket» und «Vodafone MobileInternet Basic Monatsflat». Das Monatspaket für 14,95 Euro erlaubt einen monatlichen Datentransfer von 200 Megabyte (MB). Die Monatsflat für 24,95 Euro gestattet einen Datentransfer von 3 Gigbayte (GB) bei einer Geschwindigkeit von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Ab 3 GB stehen nur noch maximal 64 Kilobit pro Sekunde (KBit/s) zur Verfügung.

Auch T-Mobile und O2 bieten die Micro-SIM in Verbindung mit neuen Datentarifen an. Bei T-Mobile zum Beispiel kostet der Tarif Xtra web'n'walk Flat Special 34,95 Euro pro Monat. Er enthält unbegrenztes Datenvolumen. Übrigens ist niemand gezwungen, die speziellen iPad-Tarife zu buchen. T-Mobile etwa bietet Kunden, die schon einen Vertrag mit dem Provider haben, die Möglichkeit, den Kontrakt über eine zweite SIM-Karte auf das iPad auszuweiten.

Wie T-Mobile stellt auch O2 eine zusätzliche SIM-Karte bereit, wenn für das iPad ein bestehender Vertrag parallel genutzt werden soll. Es handelt sich um eine sogenannte MultiCard: «Sie nutzen dann für einen Vertrag mehrere Karten», erklärt Pressesprecher Albert Fetsch. Ähnlich läuft es bei Vodafone: «Der Kunde kann seine SIM-Karte gegen eine Micro-SIM tauschen und seinen Tarif dann mit dem iPad nutzen», erläutert Pressesprecher Thorsten Hoepken.

Wie oft und in welchem Umfang iPad-Nutzer mit dem Gerät das Internet aufsuchen, indem sie via UMTS online gehen - das ist die entscheidende Frage. Wer mit dem iPad täglich unterwegs online geht und dabei auch noch große Datenmengen herunterlädt, der fahre mit einer Flatrate in der Regel am besten, sagt Rafaela Möhl vom Telekommunikationsportal teltarif.de in Berlin. Wer nur selten außer Haus online geht, wählt am besten eine Tagespauschale.

Einen Kompromiss gibt es bei einigen Mobilfunk-Discountern: Simyo zum Beispiel bietet die Micro-SIM für 14,90 Euro Kaufpreis inklusive 5 Euro Guthaben an. Die 1-GB-Daten-Option für 9,90 Euro erlaubt einen Datentransfer von 1 Gigabyte in 30 Tagen. Das gleiche Datenpaket gibt es bei blau.de.

Wer Wert auf eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit legt, sollte sich über das beim jeweiligen Anbieter verfügbar Tempo informieren. Einige Discount-Anbieter etwa nutzen das E-Plus-Netz. Und das biete nun einmal nicht die Geschwindigkeiten wie etwa das Netz von Vodafone, so Rafaela Möhl. Im Netz von E-Plus sind maximal 384 KBit/s möglich, bei Vodafone, T-Mobile und O2 ist es mit bis zu 7,2 MBit/s ein Vielfaches.

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