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Mein Platz im Netz: Lösungen für die eigene Webseite

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Mein Platz im Netz
Ob Webseite oder Blog: Die eigene Web-Präsenz ist auch für Technik-Laien kein Hexenwerk mehr. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

am 18.05.2010 | Von Andreas Thieme, dpa

München/Berlin (dpa/tmn) - Quellcode? MySQL? PHP? Wer davon nichts versteht, wird wohl nie eine Webseite programmieren. Das ist auch gar nicht nötig, zur persönlichen Web-Präsenz gelangt man auch anders: Homepage-Komplettpakete und Gratis-Blog-Systeme ermöglichen es.

«Die Do-it-yourself-Homepage ist längst kein kompliziertes Projekt mehr», sagt Marc Thylmann vom IT-Branchenverband Bitkom. Der eigene Web-Auftritt lasse sich mit wenig Aufwand und geringen Kosten selbst gestalten. Schritt eins ist das Sichern einer Domain, einer Adresse für die Seite. Für ein Jahr kostet sie zwischen zwei und fünf Euro.

Ob eine Wunschadresse mit «.de»-Endung noch frei ist, lässt sich unter «denic.de» überprüfen. Alternativen sind Toplevel-Domains mit den Endungen «.eu», «.tv», «.org» oder «.biz». Zur Suche nach einem Anbieter eignen sich Übersichtsseiten wie «webhostlist.de».

Den Speicherplatz im Netz bieten Dienstleister wie Versatel oder Strato Privatkunden in Komplettpaketen an. Wer die Domain gleich mit mietet, zahlt für ein Gigabyte Serverkapazität laut Thylmann etwa zwei Euro monatlich. «Für Nutzer, die sich mit einer ganz schlichten Webseite begnügen, ist das völlig ausreichend», sagt Andreas Hentschel von der Zeitschrift «Chip».

Vorkenntnisse sind nicht nötig: Für das Layout der Webseite werden Mustervorlagen verwendet. «Seitenstruktur, typische Rubriken sowie passende Bilder und diverse Basistexte werden automatisch eingerichtet», sagt Thomas Plünnecke vom Anbieter 1&1. Später besteht von jedem web-fähigen PC aus Zugriff auf die Homepage. «Die einzelnen Inhalte können mit Hilfe eines Web-basierten Online-Editors so einfach wie in einem Word-Dokument im Browser bearbeitet werden.»

Wer das Projekt «eigene Webseite» einfach mal ausprobieren will, fährt insgesamt gut mit den Einsteiger-Paketen. Für höhere Ansprüche genügen sie aber eher nicht. Zwar gehören Funktionen wie Fotoalbum, Kontaktformular oder Gästebuch mittlerweile zur Standardausstattung. «Insgesamt ist die Leistung aber begrenzt», sagt Andreas Hentschel.

So hat die Auswahl bei den Designvorlagen ihre Grenzen, und eine individuelle Gestaltung ist nicht möglich. Für Nutzer, die sich etwa potenziellen Arbeitgebern via Webseite präsentieren wollen, ist das womöglich nicht seriös genug. Zu beachten ist laut Marc Thylmann auch, dass in einigen Fällen das Volumen des Datentransfers begrenzt ist. Wird die Grenze überschritten, fallen Zusatzgebühren an.

Größere sogenannte Hosting-Pakete ab fünf Gigabyte Speicher gibt es unter «1blu.de» oder «jimdo.de» für etwa fünf bis neun Euro pro Monat. Neben mehr Speicher erhalten Nutzer etwa auch Foren für ihre Seite, unbegrenzten Datenfluss, mehrere Domains und Hunderte Mail-Adressen. Teils lassen sich Inhalte per Passwort schützen, sagt Hentschel.

Sinnvoll sei es, auch kostenlose Blog-Systeme wie «blogger.de» und «wordpress.com» in Betracht zu ziehen. «Das ist eine gute Alternative, wenn man sich nur selbst vorstellen will und Bilder zeigen möchte», so Hentschel. Die Seitenstruktur ist vergleichbar mit den Einsteiger-Modellen der Webseiten. Teils gebe es aber weniger Rubriken und eben keinen eigenen Namen. Wer damit leben kann, dass seine Webseite nicht «www.max-mustermann.de» heißt, sondern Teil einer Plattform ist, müsse sein Online-Tagebuch nicht via Homepage führen - und spart so auch Kosten.

Infos

So wird die Seite bekannter «Selbst der schönste Online-Auftritt nützt nichts, wenn er im Internet nicht gefunden wird», so Thomas Plünnecke vom Anbieter 1&1. Daher sei es wichtig, dass der Name der Domain zum Thema oder Anlass der Seite passt sowie möglichst kurz ist. Zudem empfehlen sich Tools zur Optimierung für Suchmaschinen, weil die meisten Besucher darüber die Webseite finden.

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