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NAS als «Familien-Speicher» nutzen

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NAS als «Familien-Speicher» nutzen
NAS-Geräte wie der ShareSpace ermöglichen mehreren Nutzern innerhalb von Heimnetzwerken den Zugriff auf die hinterlegten Daten. (Bild: Western Digital/dpa/tmn)

am 12.05.2010 | Von Sven Appel, dpa

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Ob Fotos, Videos oder Musik: Der Umfang persönlicher Daten wächst stetig. Da drängt sich die Frage nach einer sicheren, einfachen Speicherlösung auf.

Zum anderen sollen die Daten leicht verfügbar sein - möglicherweise für mehrere Nutzer. Eine normale externe Festplatte zu nutzen, wird dann schnell kompliziert. Die Lösung könnte ein Netzwerkspeicher sein, NAS genannt. Das Kürzel steht für «Network Attached Storage». Das ist ein Gehäuse mit meist einer oder mehreren Festplatten und einem Prozessor, das zudem Serverfunktionen übernehmen kann. Ein NAS wird nicht an einen Rechner geschlossen, sondern direkt ins Heimnetz eingebunden. Dazu koppelt man es via Ethernet-Kabel mit dem Router.

«Die Vernetzung nimmt auch zu Hause zu», sagt Roland Stehle von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) in Frankfurt. Entsprechend wecken auch NAS-Speicher beim Verbraucher zunehmend Interesse. Die Geräte gibt es von Herstellern wie Buffalo, Netgear, Plextor oder Western Digital. Der Nutzen liegt im zentralen Speichern. «Das ist zum Beispiel für Familien mit zwei oder mehr Rechnern interessant», sagt Daniel Mauerhofer von Western Digital. Auf die Daten können alle zugreifen, die Zugang ins heimische Netzwerk haben. Filme, Fotos und Musik sind dann für alle netzwerkfähigen Geräte im Haushalt verfügbar.

Wer worauf zugreifen darf, legt der NAS-Besitzer beim anfänglichen Konfigurieren selbst fest. Diese Prozedur ist in der Regel kein Hexenwerk: «Die Nutzeroberflächen der Geräte ähneln der von Windows», sagt Boi Feddern von der Zeitschrift «c't». Ganz einfache Modelle kosten rund 100 Euro. Häufig sind das dann NDAS-Geräte: «Network Direct Attached Storage». Ein solches Gerät hat im Gegensatz zum NAS keine Serverfunktionen. Wer darauf zugreifen will, müsse auf jedem Rechner einen Client, installieren, so Feddern. NAS-Lösungen funktionieren auch ohne Clients mittels Ordnerfreigaben.

Zu den Serverfunktionen gehört die Möglichkeit, ein NAS als Zentralspeicher für die iTunes-Mediathek zu nutzen. Manche Modelle lassen sich auch nutzen, um eine Webseite online zu stellen. Und teils ermöglichen sie, von unterwegs an eigene Daten heranzukommen. «Die Nutzer greifen dann aus dem Internet heraus auf ihr NAS zu, als wären sie zu Hause», sagt Andreas Arndt vom Hersteller Buffalo.

Wer mit einer Konsole wie der Playstation 3 auf ein NAS zugreifen will, sollte darauf achten, dass der Speicher den Vernetzungsstandard DLNA unterstützt. Dann kann er die Konsole nutzen, um zum Beispiel auf dem NAS gespeicherte Urlaubsfotos auf dem Fernseher darzustellen.

Teurere NAS-Ausführungen haben meist einen schnelleren Prozessor und speichern Daten flotter. Je fixer ein Gerät, desto höher ist der Stromverbrauch. Geräte in der Klasse ab 300 Euro haben aber oft eine Energiesparoption: Wird nicht darauf zugegriffen, ist das Gerät im stromsparenden Stand-by-Modus.

Sinnvoll, wenn auch nicht gerade billig sind Modelle mit mehreren Festplatten-Slots. Dann kann der Speicher erweitert werden. Wer ein NAS mit zwei oder mehr Platten betreibt, hat noch einen Vorteil: Die Daten lassen sich zur Sicherheit doppelt speichern. Liegen bestimmte Inhalte dagegen nur auf dem NAS und dort nur einmal, braucht es noch eine Back-up-Lösung. Meist haben NAS-Modelle einen USB-Anschluss. Darüber lässt sich eine externe Platte zur Datensichern anschließen.

Infos

RAID für mehr Datensicherheit In der Regel unterstützen NAS-Geräte die RAID-Technologie. RAID steht für «Redundant Array of Independent Disk»: redundante Anordnung unabhängiger Festplatten. Es handelt sich um ein mehrstufiges System. «RAID 0» nutzt zwei oder mehrere Platten, um Daten möglichst schnell speichern beziehungsweise verfügbar machen zu können, wobei die Daten auf verschiedene Festplatten geschrieben werden. Bei «RAID 1» dagegen zählt vor allem die Sicherheit: Hier werden alle Daten doppelt und auf verschiedenen Platten gespeichert. Fällt eine davon aus, sind die Daten immer noch auf der anderen zu finden.
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