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Eigene Webseite für Suchmaschinen optimieren

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Webmastertool
Hilfe für die Suchmaschinenoptimierung: Das Webmastertool von Google listet die am häufigsten auf einer Webseite gefundenen Begriffe auf. (Bild: Remmers/dpa/tmn)

am 05.05.2010 | Von Sven Appel, dpa

Würzburg (dpa/tmn) - Mit einer neuen Webseite ist es wie mit einem frisch eröffneten Café, das etwas versteckt liegt: Beide können toll sein, doch ohne Werbung keine Kunden.

Für den Betreiber bedeutet das, seine Präsenz an den Bedürfnissen von Suchmaschinen wie Google und Bing auszurichten. Dafür braucht es keine Programmierkenntnisse. Denn die Inhalte zählen - und ihre Aufbereitung.

Wichtig ist das Gliedern: Texte müssen klar strukturiert sein. «Dabei kann man sich an einem typischen Zeitungsartikel orientieren», erläutert Frank Fuchs, bei Microsoft zuständig für Bing: Nach der Überschrift folgt eine kurze Zusammenfassung, ehe es zur Sache geht. Suchmaschinen lieben Text. Daher sollten Webseiten möglichst viel Geschriebenes enthalten. «Mindestens 300 Wörter», rät Prof. Mario Fischer, der an der FH in Würzburg Wirtschaftsinformatik lehrt.

Auch auf die Wortwahl kommt es an: Wer im eigenen Onlineshop Sneaker verkauft, muss überlegen, welche Schlüsselwörter Anwender in die Suchmaschine tippen: «Turnschuhe» oder «Laufschuhe» etwa. Die Begriffe müssen zahlreich auf der Seite stehen - «zwei- bis dreimal pro Absatz», so Webentwickler und Autor Daniel Koch aus Berlin.

Experten beschreiben den Anteil der Schlüsselbegriffe am Text als Keyword-Dichte. Sie ist mit Software messbar und sollte laut Fischer zwischen 3 und 4 Prozent liegen. Ist sie höher, könnten Suchmaschinen das als Manipulationsversuch auslegen - mit Punktabzügen als Folge.

Von noch größerer Bedeutung ist die Rangliste: Dem Turnschuh-Höker ist wenig geholfen, wenn es «Turnschuhe» und «Sneaker» auf 4 Prozent bringen, aber etwa hinter «Fahrrad» stehen. Denn dann sieht es für die Maschine aus, als gehe es auf der Seite vor allem um Drahtesel.

Wichtig ist auch die Domain, also der Name der Webseite - nicht zu verwechseln mit ihrem Titel. Er muss einen Bezug zum Inhalt haben, rät Koch. Eine vernünftige Domain für die Präsenz eines Malerbetriebes in Hamburg könnte zum Beispiel «malermeister-xy-hamburg.de» lauten.

Der Quelltext der Seite, muss ebenfalls für Google & Co. optimiert werden: In seinem Kopfbereich, dem Header, geben Meta-Tags Hinweise auf die Inhalte. Wichtig ist das Meta-Tag «Title». Was darin steht, zeigt der Browser im Seitentitel an. Fünf bis sieben Stichwörter sind sinnvoll. Im Tag «Description» sollte man die Seite in ein, zwei kurzen Sätzen beschreiben - Google zeigt diese im Suchergebnis an.

Doch ob die Schlüsselwörter auf einer Webseite stehen, sagt allein noch nichts über ihre Qualität in Hinblick auf die Suchanfrage aus. Deshalb ziehen Suchmaschinen weitere Kriterien zur Einordnung heran. Eine zentrale Rolle spielen Links, die von anderen Seiten kommen. Die Idee: Web-Nutzer setzen nur Links, wenn sie die Seiten gut finden.

Wie bekommt man Links? In Foren und Blogs kann man selbst einen Link hinterlassen. Weil das mitunter aber inflationär genutzt wird, sperren es viele Webmaster. Facebook, Twitter und andere Plattformen des Web 2.0 eignen sich ebenfalls zum Links setzen. Doch auch hier gilt: nicht übertreiben und die Links mit guten Beiträgen verbinden.

Technischen Schnickschnack wie Flash-Grafiken mögen Suchmaschinen nicht so gern. «Je einfacher die Seite, desto besser», sagt Fischer, der auch Optimierungs-Berater ist. Inhalt und Design gehören sauber getrennt. Koch warnt deshalb etwa vor Bildern für die Navigation.

Letztlich zählen vor allem Inhalte, sagt Fischer. Interessantes lockt Besucher - und manchmal setzen sie einen Link auf ihrer Seite. Fischer rät, mindestens einmal pro Woche einen neuen Beitrag auf die Seite zu stellen. Das könne erstmal frustrierend sein, da es dauert, bis die Besucherzahlen klar steigen. «Aber da gilt es durchzuhalten.»

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