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WLAN-USB-Stifte: Per Funk ins Heimnetzwerk oder Web

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WLAN-USB-Stifte
Flexibel funken: Mit Hilfe eines USB-Verlängerungskabels lässt sich der WLAN-Stick ausrichten, bis er den besten Empfang hat. (Bild: Remmers/dpa/tmn)

am 20.04.2010 | Von Philipp Laage, dpa

Hamburg (dpa/tmn) - In neueren Notebooks steckt meist schon WLAN-Technik. Doch unterm Schreibtisch steht oft ein PC, der sich noch nicht über Funk ins Heimnetzwerk beziehungsweise ins Internet einwählen kann. Dieser lässt sich aber nachrüsten.

Mit einem WLAN-Adapter mit USB-Anschluss lassen sich aber auch ältere Rechner einfach fit für die drahtlose Datenübertragung machen. Das wichtigste Ausstattungsmerkmal eines solchen WLAN-USB-Stiftes ist die maximale Geschwindigkeit, mit der das Gerät Daten überträgt. Wie hoch die mögliche Datentransferrate ist, lässt sich an dem Standard ablesen, den der Stick unterstützt. Christian Just von der Zeitschrift «Computer Bild» rät zu Modellen, die den Standard IEEE 802.11 n beherrschen. «Solche Sticks gibt es ab etwa 30 Euro. Sie sind ihren Preis aber allemal wert.» Der N-Standard bietet theoretisch eine Datentransferrate von bis zu 300 Megabit pro Sekunde (MBit/s). In der Praxis sind es jedoch nur etwa 80 bis 120 MBit/s.

Wer den schnellen N-Standard nutzen möchte, benötigt auch einen WLAN-Router, der mit demselben Tempo arbeiten kann. Entscheidend sei auch, wofür der Stick zum Einsatz kommt, sagt Klaus Kühn, Produktmanager beim Hersteller Hama. Soll der Rechner zum Beispiel nachgerüstet werden, um ab und zu E-Mails herunterzuladen, müsse die Datenübertragung nicht allzu schnell sein.

Auf dem Markt seien auch WLAN-USB-Stifte erhältlich, die den B-Standard mit 11 MBit/s oder den G-Standard mit 54 MBit/s unterstützen, sagt Alexander Zollondz vom Online-Magazin Netzwelt. Solche Adapter finde man vor allem bei eBay für wenig Geld. «Da greifen viele Nutzer direkt zu - sie sollten aber aufpassen, dass ihnen der Stift nicht die DSL-Leitung ausbremst.»

Ist der Adapter im Gerät veraltet und wird der aktuelle N-Standard zur Datenübertragung nicht unterstützt, wirkt sich dies auf das gesamte Netzwerk aus, erklärt Christian Just. Hat der Nutzer zum Beispiel zwei moderne Notebooks und einen Router mit N-Standard, aber auch zusätzlich einen veralteten PC, der diese Datenrate nicht liefert, werde die Übertragung insgesamt auf den langsamen alten Standard heruntergesetzt.

Ein weiterer Grund für die Anschaffung eines WLAN-USB-Adapters könnte Just zufolge sein, dass die in den PC eingebaute WLAN-Karte möglicherweise keinen guten Empfang bietet, da sie im Gehäusekasten hinter anderen Metallteilen liegt. Ein WLAN-USB-Stift lasse sich per USB-Verlängerungskabel außerhalb des Gehäuses an eine Stelle mit besserem Empfang legen. Oft machen da schon einige Zentimeter merkliche Unterschiede aus.

Einen WLAN-USB-Stift zu installieren, ist in der Regel unproblematisch. Die meisten Modelle installieren sich von selbst. Ansonsten liege meist eine CD-ROM mit Installations-Software dabei, sagt Alexander Zollondz. Anschließend müsse der Nutzer den Stift wie üblich so konfigurieren, dass er sich über den Router mit dem Internet verbindet - also etwa das richtige WLAN-Passwort eintragen.

Wichtig sei darüber hinaus die Treiberausstattung, sagt Just. Bei den bekannteren Anbietern könne der Nutzer davon ausgehen, dass mit neueren Windows-Versionen auch aktuelle Treiber angeboten werden. «Bei günstigeren Anbietern ist das womöglich nicht so.» Weitere Unterschiede lägen in der Verarbeitungsqualität und dem Service - also etwa darin, ob die Software nur auf Englisch oder Chinesisch mitgeliefert wird. Die Qualitätsunterschiede machen sich auch beim Preis bemerkbar. «Neuere Stifte mit N-Standard gehen eher in Richtung 50 Euro, während ältere schon für rund 20 Euro zu haben sind», erklärt Zollondz.

Für Nutzer, die in einem Mehrfamilienhaus wohnen, könnte ein WLAN-USB-Stift interessant sein, der nicht nur auf dem üblichen 2,4-Gigahertz-Band, sondern auch auf der 5-Gigahertz-Frequenz funken kann. Denn dort wo viele WLANs auf engen Raum betrieben werden, überlappen sich die Netze, und die 2,4-Gigahertz-Frequenz ist schnell überlastet. Allerdings braucht es dann auch einen Router, der WLAN im 5-Gigahertz-Bereich beherrscht.

Die Qualität des WLAN-USB-Stifts hängt laut Zollondz auch von der Antenne ab, die das Signal aussendet. Die Antenne hat großen Einfluss auf die Reichweite. Neuere Sticks verfügten bereits über eine MIMO-Antenne, bei der sich die Reichweite deutlich erhöht.    

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