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BerichteHD und Blu-Ray: So finden Filmfans
![]() Keinen Film mehr verpassen - ein HD-fähiger Festplattenrekorder kostet jedoch gut 600 Euro und mehr. (Bild: Philips/dpa/tmn) am 15.04.2010 | Von Florian Sanktjohanser, dpa Berlin/Hannover (dpa/tmn) - Früher war alles einfacher: Der Fernseher lief über Antenne oder Satellit, der VHS-Rekorder zeichnete Filme und Serien auf. Heute müssen sich Zuschauer mit DVB-T, DVB-S, SD und HDTV herumschlagen. «Einfach nur Fernsehen gibt es nicht mehr», sagt Nico Jurran, Videoexperte der Zeitschrift «c't». Das müssen Verbraucher bei der Anschaffung eines Aufnahmegeräts bedenken. Grundsätzlich lassen sich zurzeit drei Arten von Aufnahmegeräten auf dem Markt unterscheiden: DVD-Rekorder, Festplattenrekorder und Receiver mit USB-Anschluss für externe Festplatten. Sie unterscheiden sich vor allem in der Möglichkeit, Sendungen zu archivieren, sowie in der Fähigkeit, Fernsehen in High Definition (HD) aufzunehmen. Wer auf HD verzichten kann und wenig Geld ausgeben will, greift laut Peter Knaak von der Stiftung Warentest in Berlin am besten zu einem Receiver mit der Funktion «PVR-ready». Diese Geräte empfingen in der Regel Satellitenfernsehen und seien für weniger als 100 Euro zu haben. Mit ihnen könne man ohne Beschränkungen aufnehmen: Ist eine Festplatte voll, schließt man einfach eine andere an. Festplatten mit einem Terabyte (TB) Speicher kosten rund 100 Euro. «Das ist eine clevere Lösung», sagt auch Jan Fleischmann von der Zeitschrift «Audio Video Foto Bild» - besonders für Leute, die ohnehin schon eine geräumige externe Festplatte haben. Der Nachteil sei, dass die Geräte meist nur einen Tuner haben. «Wenn Sie eine Sendung aufnehmen, können Sie also nicht gleichzeitig eine andere anschauen.» Jurran rät, vor dem Kauf unbedingt auf den den Aufdruck «PVR-ready» zu achten. Denn: «Nicht jeder Receiver mit USB-Abschluss kann aufnehmen.» Weiterhin beliebt seien DVD-Rekorder, sagt Fleischmann: «Viele Leute wollen die Möglichkeit, Sendungen wie auf eine VHS-Kassette zu bannen und ins Regal zu stellen». Gute Modelle gibt es laut Knaak ab 300 Euro. Eine sinnvolle Wahl sind DVD-Rekorder vor allem für Leute, denen die Archivierung wichtiger ist als die Bildqualität. Denn die meisten nehmen laut Jurran analoge TV-Signale auf und wandeln sie in digitale Dateien um, die sich dann auf eine DVD brennen lassen. Wer digitales Fernsehen aufzeichnen möchte, sei mit einem reinen Festplattenrekorder, auch Personal Video Recorder (PVR) genannt, besser bedient. Denn dieser speichere den Datenstrom ohne Umwege ab. Wer Sendungen sogar in High Definition (HD) aufzeichnen möchte, kommt um einen Festplattenrekorder kaum herum. «DVD-Rekorder können kein HD aufnehmen», erklärt Jurran. Um Filme in HD zum Videoabend bei Freunden mitbringen zu können, sollte man sich besser gleich einen Blu-Ray-Rekorder leisten. Denn nur so könne er laut Jurran sicher sein, dass sie auch auf anderen Playern funktionieren. Die Übertragung per «Direct Stream» soll garantieren, dass wirklich kein Bit verloren geht. Wer HD aufnehmen will, ohne ein Vermögen auszugeben, wird mit einem Festplattenrekorder vorlieb nehmen. Die aktuellen Modelle sind laut Jurran fast alle HD-fähig, passable Geräte seien ab 350 Euro zu haben. Für gute Geräte, die sich einfach bedienen lassen, müsse der Käufer noch etwa 500 Euro bezahlen. Dafür komme aber fast jedes aktuelle Gerät mit HD zurecht.
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