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AktuellesKosten sparen bei Service-Hotlines
am 26.03.2010 Berlin/Offenbach (dpa/tmn) - Wer nicht in Warteschleifen teurer Service-Hotlines festhängen will, bekommt im Internet Hilfe. Über eine Suchmaschine lassen sich Festnetznummern oder kostenlose Hotlines vieler Unternehmen und Behörden finden. Auf der Seite «0180.info» können Verbraucher dafür den Namen des Unternehmens oder die Nummer der gebührenpflichtigen Hotline eingeben. Das 0180-Telefonbuch sei «user-generated», sagte Ulrike Baltes vom Seitenbetreiber teltarif.de in Berlin. Die Alternativnummern würden also von Verbrauchern selbst online gestellt. Hans-Joachim Wolff rät Verbrauchern, schon beim Kauf eines Produkts oder bei Abschluss eines Vertrags nach den Konditionen der Service-Hotline zu fragen. Denn später gebe es keinen rechtlichen Anspruch darauf, die Kosten teurer Telefonate ersetzt zu bekommen, erklärt der Vorstand des Deutschen Verbands für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation in Offenbach. «Da sind Sie auf Kulanz angewiesen» - selbst wenn das Unternehmen für einen Fehler oder Mangel verantwortlich ist. Eine E-Mail zu schreiben, ist laut Wolff aber keine sinnvolle Alternative: «Meist sind Formulare auszufüllen, und wenn man darauf eine Antwort bekommt, kann man oft selbst nicht wieder antworten.» In der Regel lasse sich der Mitarbeiter, der das Anliegen bearbeitete, nicht direkt erreichen. Besonders bei wichtigen Problemen empfiehlt Susanne van Cleve von der Verbraucherzentrale Berlin, ein Einschreiben mit Rückschein zu schicken. In weniger brisanten Angelegenheiten genüge ein Einwurf-Einschreiben oder ein normaler Brief. Bezüglich der kostenpflichtigen Hotlines hat van Cleve einen einfachen Tipp: «Nicht anrufen.» Denn: «Selbst wenn man im Callcenter weiterkommt, klappt es in den seltensten Fällen, dass das Problem gelöst wird.» Die Bundesregierung will gegen die hohen Kosten bei Service-Hotlines vorgehen. Ende vergangenen Jahres hatte eine Grünen-Bundestagsabgeordnete nach Testanrufen mit ihren Mitarbeitern bei Service-Hotlines Abzocke beklagt. Links
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