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Große Datenmengen einfach übermitteln

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Große Datenmengen übermitteln
Tag der offenen Ordner: Dienste wie Dropbox ermöglichen es, private Dateien ausgewählten Nutzern zur Verfügung zu stellen. (Bild: Dropbox/dpa/tmn)

am 24.03.2010 | Von Philipp Laage, dpa

Hamburg/München (dpa/tmn) - Ein paar Hundert Megabyte Urlaubsfotos sind auf der Festplatte prima aufgehoben. Aber was tun, wenn entfernt wohnende Freunde sie anschauen wollen?

Bei kleinen Datenmengen verwendet der Nutzer sein Mailfach oder Instant Messenger wie ICQ, MSN oder Skype, sagt Mirko Schubert vom Onlinemagazin «Netzwelt». «Die Nachteile sind aber, dass die volle Bandbreite in der Regel nicht genutzt wird und das Übertragen großer Dateien sehr lange dauert.» Beim Mailfach liegt die erlaubte Größe des Anhangs je nach Anbieter zwischen 3 und 25 Megabyte. «Dafür erfolgt der Transfer quasi ohne Zeitverlust.»

Für große Datenpakete taugt das nicht. Ins Spiel kommen deswegen Filesharing-Dienste wie Rapidshare (rapidshare.com) oder Megaupload (www.megaupload.com), sagt Bastian Stein von der Zeitschrift «Chip». Das Prinzip ist, Dateien mit wenigen Klicks online zu stellen und so anderen zugänglich zu machen. «One-Click-Hoster» heißen sie deshalb auch. Die Dateien dürfen zwischen 100 und 300 Megabyte groß sein, so Schubert. Wer etwas hochgeladen hat, bekommt eine Download-Adresse. Die schickt er dann der Person, für die die Datei bestimmt ist.

«Solche Portale sind aber eine absolute Domäne für Raubkopierer», sagt Stein. Zudem könnten Nutzer die hochgeladene Datei finden, für die sie nicht bestimmt ist. Dafür kategorisieren Meta-Seiten die File-Hoster nach bestimmten Links und machen so Daten auffindbar. Daher sollte sich jeder gut überlegen, was er hochlädt. Und zumindest kostenlose Ein-Klick-Lösungen bieten nur eingeschränkte Bandbreiten.

Einen Schritt weiter gehen Sharing-Hoster. Dort richtet der Nutzer sich einen Account ein und hat dann Speicherplatz im Gigabyte-Bereich zur Verfügung. Hat er die Daten hochgeladen, kann er andere per Mail einladen. Yousendit (www.yousendit.com) etwa bietet laut Schubert zum einen One-Click-Hosting mit kostenlosen 100 Megabyte und zum anderen Accounts für 10 US-Dollar (rund 7,35 Euro) pro Jahr.

Bei Dropbox (www.dropbox.com) kann der Nutzer seine Daten in einen öffentlichen Ordner schieben und sie jedem zugänglich machen, dem er einen verschlüsselten Link schickt, sagt Stein. Andere Nutzer haben aber auch über ihre eigenen Konten Zugriff, wenn der ursprüngliche Nutzer sie dazu einlädt. Weitere Anbieter sind Drop.io und Box.net.

Wer speziell Bilder teilen möchte, kann das bei großen Anbietern wie Flickr (www.flickr.com) oder Picasa (picasaweb.google.de) tun. «Diese Dienste sind zwar als Communitys konzipiert, eignen sich aber auch hervorragend zur Ablage und Verteilung von Fotos», sagt Stein. Picasa zum Beispiel biete seit kurzem enormen Speicherplatz - bis zu 20 Gigabyte gerade einmal fünf US-Dollar (rund 3,70 Euro) pro Jahr.

Auf den gleichen Speicher wie Picasa, hinter dem Google steht, greift laut Stein auch Google Text & Tabellen zu. Entwickelt zum gemeinsamen Bearbeiten von Dokumenten, lassen sich dort seit einiger Zeit sämtliche Datei-Formate hochladen. Via Share-Funktion kann der Nutzer einen Link zur Datei generieren, der verschlüsselt wird.

Aber egal, um welchen Dienst es geht: Rechtlich sei die Frage nach dem Urheberrecht die heikelste, sagt Rechtsanwalt Thomas Lapp aus Frankfurt/Main. «Die grundsätzliche Frage lautet: Welche Art von Daten übertrage ich, und habe ich überhaupt die Rechte an diesen Daten?» Bereits bei einem verbreiteten Musikalbum gerate der Nutzer schnell in den Bereich des Illegalen.

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