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Das Internet ist eine Fundgrube für Cineasten

Filmseiten
Film ab! Cineasten haben im Internet die Qual der Wahl. (Bild: Remmers/dpa/tmn)

am 17.02.2010 | Von Vivien Leue, dpa

Berlin/Hamburg (dpa/tmn) - Für Filmfans hat sich das Netz zu einer Fundgrube voller Kostbarkeiten entwickelt. Kinostarts, Filmarchive, Trailer und Kritiken sind nur der Grundstock an Informationen, die sich blitzschnell abrufen lassen.

In Zeiten des Web 2.0 gehen einige Seiten weiter: Sie vernetzen Cineasten untereinander, geben Tipps zum besten Kino oder schlagen genau die Filme vor, die auf die Vorlieben des jeweiligen Nutzers zugeschnitten sind.

So schafft es die Community «moviepilot.de», auf Basis von mehr als 3,5 Millionen Filmbewertungen für jedes Mitglied ganz persönliche Tipps zu erstellen - für Kino, TV oder den DVD-Verleih. Das erspart das Recherchieren nach Filmkritiken und macht mitunter auf Streifen aufmerksam, auf die man ansonsten vielleicht gar nicht gekommen wäre.

Auch wer nach einem bestimmten Film oder Schauspieler sucht, wird fündig: Trailer, Rezensionen und die Liste der Mitwirkenden gehören bei «moviepilot.de» zum Standard. Selbst bei Klassikern wie «Frühstück bei Tiffany» oder «Die Katze auf dem heißen Blechdach» gibt es einen Original-Trailer - das schaffen nicht viele Portale. Professionelle Feuilleton-Kritiken werden so zusammengefasst, dass sie verständlich, aber nicht zu lang sind. Die gesamte Webseite ist in ansprechendem Layout gehalten, und mit wenigen Klicks ist jedes Ziel erreicht.

Auch «moviemaze.de» zeigt zu unzähligen Filmen der vergangenen Jahrzehnte alle nötigen Informationen an und wartet mit einer großen Auswahl an Starporträts auf. Darüber hinaus können Nutzer auf eine laut den Betreibern etwa 15 000 Titel umfassende Trailer-Datenbank zurückgreifen. Angenehm ist hier nicht nur, dass sich viele Dateien herunterladen lassen. Die Besucher können auch zwischen verschiedenen Dateigrößen wählen. So haben nicht allein Surfer mit blitzschneller Internetverbindung die Möglichkeit, einen Trailer zu sehen.

Cineasten lesen bei «moviemaze.de» zudem die neuesten Nachrichten aus der Filmwelt: Welcher Schauspieler dreht gerade was, welcher Regisseur verfolgt welches Projekt? Wer mit anderen Fans über Filme diskutieren will, kann das in einem der zahlreichen Foren tun. Die Navigation durch die Moviemaze-Seiten ist einfach, nur das Webdesign ließe sich noch verbessern.

Für das Auge ansprechender ist «cinema.de» - die Seite einer der größten Filmzeitschriften Deutschlands. Neustarts und Vorschauen, Trailer, Kinocharts aus Deutschland und den USA, dazu Neuigkeiten bietet das Portal. Das Archiv umfasst rund 43 000 Filme, eine Suche nach Genre und Erscheinungsjahren macht es besonders interessant. In der «Community» können sich Cineasten vernetzen. Darüber hinaus zeigt die Seite das Programm fast aller Kinos in Deutschland.

Eine bundesweite Programmkino-Suche gibt es bei «kino-zeit.de». Die Seite bietet Infos zu Streifen abseits der Massenproduktionen. Auch hier finden Surfer ein großes Archiv, Porträts von Schauspielern und Regisseuren, Trailer und Neuigkeiten aus der Independent-Film-Szene. Zudem stellt die Rubrik «Bücher» Gedrucktes vor.

Auf deutsche Produktionen ist «filmportal.de» spezialisiert. Mehr als 72 000 Filme und 155 000 Personen werden eigenen Angaben zufolge vorgestellt, und es gibt Artikel zur deutschen Filmgeschichte sowie Trailer und Rezensionen. Filmschaffende können sich über neueste Fördermöglichkeiten und Ausbildungswege informieren und finden eine Liste der Verbände und Interessengemeinschaften des hiesigen Films.

Ein Offline-Nachschlagewerk ist das Filmlexikon vom Verlag United Soft Media (USM) auf DVD. Die neueste Version für 2010 ist gerade erschienen und kostet knapp 30 Euro. Die Datenbank listet mehr als 170 000 Filme auf und bietet Infos und Kritiken zu rund 100 000 Streifen. Auch deutsche Fernsehfilmklassiker wie «Das Traumschiff» oder «Tatort» werden vorgestellt.

Zwar hat die DVD nur gut 120 Filmtrailer gespeichert und kann auf diesem Gebiet nicht mit den Online-Angeboten konkurrieren. Doch per Mausklick verbindet sich das Filmlexikon mit dem Internet, sucht Ausschnitte bei YouTube und zeigt sie im Programm an. Kategorien wie Genre, Bewertung, Person oder Produktionsland erleichtern die Suche. Wer schnell Infos braucht, dem reicht wahrscheinlich das Internet. Wer aber gern auch offline auf eine riesige Datenbank zugreifen will, dem könnte das Filmlexikon gefallen.

Infos

Gute englischsprachige Filmportale Wer neueste Nachrichten und Kinostarts aus den USA sucht, kann das auf «IMDb.com» - der Internet Movie Database - tun. Trailer und Rezensionen von Filmen, die mitunter erst in einigen Monaten nach Deutschland kommen, dürften Fans besonders interessieren. Die Seite des US-Filmkritikers und Pulitzer-Preis-Gewinners Roger Ebert («rogerebert.suntimes.com») ist ebenfalls ein kleines Juwel. Hier finden sich unzählige Kritiken, Kommentare und Nachrichten.

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