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Bitte anstöpseln: Docking-Stationen für iPod und iPhone

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Bose
Ein Pionier: Bose ist in Sachen Dockingstation relativ lange dabei. Das SoundDock gibt es mittlerweile in der Version 10. (Bild: Bose/dpa/tmn)

am 11.02.2010 | Von Florian Oertel, dpa

München (dpa/tmn) - Unmengen an Musik in einem Gerät von der Größe einer Zigarettenschachtel parat zu haben, ist nicht nur in der S-Bahn eine feine Sache. Auch daheim ist es bequemer, den iPod anzuschalten, als im Regal nach der gerade genehmen CD zu wühlen.

Nicht weiter verwunderlich ist da das wachsende Angebot an Docking-Stationen: den iPod oder das iPhone aufstecken, und fertig ist das Hi-Fi-System im Miniformat. Selbst Klang-Liebhaber erteilen immer mehr der Lösungen für die beiden Apple-Player grünes Licht.

Anfangs, also in den ersten Jahren nach der Einführung des iPod 2001, seien die Geräte vor allem von eher unbekannten Anbietern gekommen, sagt Markus Schelhorn, Redakteur bei den Zeitschriften «Macwelt» und «iPhoneWelt». «Inzwischen haben das Thema auch namhafte Hersteller aufgegriffen.»

Ein ohne jeden Zweifel namhafter Anbieter, der schon recht früh mit dabei war, ist Bose. Sein SoundDock gibt es mittlerweile in der Version 10. Dieser bescheinigte die Zeitschrift «Video-HomeVision» jüngst im Test, mit ihr lasse sich problemlos eine mittelgroße Party beschallen. Unterm Strich bewerteten die Experten das knapp 800 Euro teure Gerät mit «überragend».

Und auch wenn es noch weitaus teurere Lösungen gibt: So viel Geld muss laut Schelhorn gar nicht ausgeben, wer sehr guten Sound aus dem iPod oder iPhone herauskitzeln will - 400 Euro seien dafür in etwa der Mindestwert. Genau so viel kostet der Zeppelin Mini von B & W. Auch die seit Ende 2009 erhältliche Station schnitt im Test von «Video-HomeVision» mit «überragend» ab.

BW
Ein Pionier: Bose ist in Sachen Dockingstation relativ lange dabei. Das SoundDock gibt es mittlerweile in der Version 10. (Bild: Bose/dpa/tmn)

Nach Worten von Andreas Stumptner, dem Chefredakteur der Zeitschrift, kommt es ohnehin nicht zuletzt auf die Einsatz-Umstände an: Wer das Gerät auf den Schreibtisch stellen und am Rechner Musik hören will, dem genügt eines mit weniger Power. Vielleicht ist dann das iTeufel Radio für 150 Euro die richtige Wahl, das immerhin mit «gut» wegkam. «Wichtig ist auf jeden Fall, dass man probehört.»

«Wohnzimmertauglich» und damit fähig, auch in einem relativ großen Raum ein ansprechendes Sounderlebnis zu ermöglichen, ist laut Markus Schelhorn Pioneers XW-NAS 5. Das seit vergangenem Oktober erhältliche Modell kostet rund 500 Euro und hat - wie zum Beispiel auch die Station von Teufel - ein Radio an Bord.

Was im Wohnzimmer stehen soll, muss vernünftig aussehen: «Es geht den Herstellern mittlerweile sehr um schickes Design», sagt Andreas Stumptner. Für Geräte von Bose oder auch Harman/Kardon gilt das sowieso. Es trifft aber auch auf Modelle aus deutlich niedrigeren Preiskategorien wie Sharps DK-AP8P zu: Die Station mit abnehmbarer Vorderseite kostet in einzelnen Webshops weniger als 100 Euro und kommt in schick glänzendem Schwarz daher.

Reine Docking-Lösungen sind jedoch nicht mehr der Weisheit letzter Schluss. So erlauben zunehmend auch Mikro-Anlagen, also kleine Hi-Fi-Systeme etwa mit CD-Spieler, das Andocken. Ein aktuelles Modell ist das DCM713 von Philips für knapp 350 Euro. Und auch wer - in der Regel deutlich mehr - Geld für ein Heimkinosystem ausgibt, kann an immer mehr Modellen den iPod und das iPhone anstöpseln.

Laut Schellhorn kommt es vor, dass eine Station mit Apples Telefon erst einmal nichts anfangen kann: «In Einzelfällen kann es sein, dass man das iPhone in den Flugzeugmodus stellen muss.» Aber grundsätzlich unterstützen die Geräte beide Player.

Für manche vielleicht überraschend, hält sich eine Firma vornehm zurück: Apple. Zwar gab es auch vom Hersteller des berühmtesten aller tragbaren Player ein Docking-System namens iPod Hi-Fi. «Aber das hat Apple nicht mehr im Programm», sagt Markus Schelhorn. Im Onlineshop des Unternehmens gibt es das Gerät zwar noch, zum Preis von knapp 270 Euro. Doch Käufer müssen mit einer «Refurbished»-Version vorlieb nehmen. Das sind zum Beispiel an den Hersteller zurückgangene Ausstellungsgeräte, die für den erneuten Verkauf aufbereitet wurden.

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