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Medien: Google plant «App Store» für Büro-Software

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am 02.02.2010

New York/Hamburg (dpa) - Der Internetkonzern Google wirbt verstärkt um Geschäftskunden. Das Unternehmen will laut einem Bericht des «Wall Street Journal» (WSJ) seine Büro-Software «Google Apps» erweitern, indem es einen Online-Laden für Zusatz-Programme (Applikationen) einrichtet.

Externe Entwickler sollen dort ihre Anwendungen verkaufen können. Der Erlös werde geteilt, schrieb die Zeitung in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf informierte Personen. «Google Apps» beinhaltet unter anderem Dienste für E-Mail, Kalender, Textverarbeitung und Tabellenkalkulation.

Als Beispiele für Zusatzprogramme nennt die Zeitung in New York verbesserte Sicherheitsfunktionen und Anwendungen zum Import von Kontakten. Das Konzept, eigene Produkte mit Programmen externer Entwickler zu verbessern, ist in der IT-Branche verbreitet. Vorreiter ist Apple mit dem «App Store» für das iPhone: Nutzer können darin Zusatz-Programme herunterladen und so ihr Multimedia-Handy aufrüsten.

Google betreibt bereits jetzt eine Plattform namens «Solutions Marketplace», auf der Entwickler Zusatzprogramme für «Google Apps» anbieten können. Diese ähnelt jedoch eher einem Katalog: Kunden müssen die angebotenen Produkte auf den Webseiten der jeweiligen Anbieter erwerben. Der neue Laden soll dem Bericht zufolge die Programme der Partner besser einbinden und es einfacher machen, diese zu kaufen.

Die «Google Apps»-Programme laufen auf den Servern von Google und werden über den Browser gesteuert, ohne dass eine Installation auf dem lokalen Rechner notwendig ist. Die abgespeckte Version für Privatnutzer ist kostenlos, Firmen zahlen pro Nutzerkonto und Jahr 50 Dollar, in Europa 40 Euro.

Google versucht, mit Bürosoftware neue Umsatzquellen neben der Online-Werbung zu erschließen und macht damit Softwareherstellern wie Microsoft Konkurrenz. Der Abstand zwischen den beiden Unternehmen ist allerdings riesig: Nach Angaben von Google verwenden mehr als zwei Millionen Unternehmen «Google Apps». Microsoft geht dagegen davon aus, dass rund 500 Millionen Nutzer mit dem «Office»-Paket arbeiten.

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