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Kleine Programme, die das Twittern erleichtern

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Twitter-Client
Twittern leichtgemacht: Programme wie Twibble für Handys sowie TweetDeck oder Twitterfeed für den Rechner sollen für mehr Komfort sorgen. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

am 02.02.2010 | Von Philipp Laage, dpa

Lübeck/München (dpa/tmn) - Twittern ist mehr als das Versenden von 140-Zeichen-Nachrichten im Internet. Das zeigt sich auch an der Vielfalt an Clients, die das Zwitschern leichter machen.

Die kleinen Programme haben viele Funktionen und bedienen verschiedenste Ansprüche an Übersichtlichkeit und Umfang. Zudem steht und fällt die Entscheidung für einen bestimmten Client damit, ob der Nutzer eher vom PC zu Hause oder mobil über ein Handy oder Smartphone twittert.

Clients können mehr als die Weboberfläche von Twitter, sie sparen vor allem Zeit und Klicks, sagt Nicole Simon, Social-Media-Expertin aus Lübeck und Autorin des Blogs www.mit140zeichen.de. «Sie helfen, alles auf einen Blick zu sehen: neue Tweets, Antworten an mich oder Ergebnisse für bestimmte Suchanfragen.» Und sie erlauben auch, die gleichen Nachrichten an Facebook und Myspace zu senden.

Trotzdem sei am beliebtesten nach wie vor die Twitter-Oberfläche selbst, sagt Manuel Schreiber von der Zeitschrift «Chip». Weit verbreitet sei aber auch das Tool TweetDeck. «Der wohl beliebteste Client ist Twitterfeed, bei dem der Nutzer seine Nachrichten auch über Facebook veröffentlichen kann.»

Der PC ist das vorrangige Einsatzgebiet eines Clients. Praktisch für ambitionierte Nutzer mit nur einem Account sei eine eher schlanke Lösung wie Twhirl, sagt Sven Wiesner, freier Social-Media-Berater aus Hamburg und Autor des Blogs «webzweipunktnull.de». Diese Anwendung platziere man wie einen Instant Messenger am unteren Desktop-Rand.

Twhirl habe den Funktionsumfang eines guten Twitter-Clients, sagt Wiesner. Neben Funktionen wie Fotos hochladen, Tweets favorisieren und Reply, Retweet oder Direct Message auf Knopfdruck biete Twhirl eine Reihe wählbarer URL-Kürzer. Sinnvoll sei zudem die einstellbare Benachrichtigung bei eingehenden Replys oder direkten Nachrichten.

Wer Twitter nebenher nutzt, erhalte mit Add-Ons wie Twitterfox für Firefox ein schlankes und auch für Net- und Notebooks gut geeignetes Tool. Generell sei Übersichtlichkeit wichtig. Listen, Direct Messages, Mentions - all das sollte sofort sichtbar sein. «Wichtig ist auch die Größe des Clients: Einige Tools beanspruchen den ganzen Bildschirm, andere kommen mit kurzen Hinweisfenstern aus.»

Andere Nutzer haben mehrere Twitter-Accounts, etwa um privates und berufliches Zwitschern zu trennen. Ein Tool dafür ist TweetDeck, ein anderes laut Wiesner Seesmic Desktop. «Beide Clients arbeiten betriebssystemunabhängig und sind echte Alleskönner in Sachen Viel-Twittern.» Allerdings beanspruchen sie den gesamten Desktop.

Clients für den mobilen Einsatz setzen auf eine klare Oberfläche. Da Handys sehr unterschiedliche Displaygrößen haben, gebe es für fast jedes Gerät bessere und weniger gute Lösungen, sagt Wiesner. «Während bei Android-Smartphones und dem iPhone mit bequemem und großem Touchscreen die Wahl auf Twitdroid oder Tweetie fällt, nutzen Besitzer von klassischen Handys und Blackberrys verschiedenste Clients.» Hier entscheiden die persönlichen Vorlieben.

Viele wollen alles auf einen Blick sehen oder schneller Antworten schreiben können, sagt Simon. Andere möchten zeitversetzt Tweets senden oder Gruppen auf dem Rechner einrichten und dann von unterwegs nutzen. «Doch Funktionen alleine reichen nicht, deswegen ist das Ausprobieren so wichtig.» Als Daumenregel gelte: Wenn ich nichts vermisse und mich nichts stört, nutze ich die richtige Oberfläche.

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